Manche bleiben lieber draussen
«Wir werden spielen, auch für 50 Menschen», sagt die Pressesprecherin des Zürcher Schauspielhauses. Wann die erste Aufführung vor Publikum stattfindet, ist noch offen. Am Donnerstag ist Direktionssitzung, in der über das weitere Vorgehen entschieden wird.
So tönt es aus den anderen Zürcher Theatern, viele Punkte müssen noch geklärt werden. Das Theater Winkelwiese könnte theoretisch schon am nächsten Mittwoch vor Publikum seine Premiere im Saal spielen, doch hält es sich die Option offen, erst Anfang Mai wieder zu öffnen – und zwar für Vorstellungen im Innenhof draussen.
Draussen bleibt auch das Millers in der Mühle Tiefenbrunnen. Die Leiterin Andrea Fischer Schulthess hat gar kein Verständnis für den Entscheid des Bundesrats, die Theatersäle wieder zu öffnen, zu hoch seien die Ansteckungszahlen. Sie rückt nun die grosse Bar in den Innenhof, dort kann das Publikum sich den Künstlerinnen und Künstlern, die ausschenken, ganz vorsichtig wieder annähern.
Einzig das Sogar Theater startet das Programm mit einem konkreten Termin. Am 21. April ist die Journalistin Margrit Sprecher zu Gast. Die Veranstaltung war als Stream geplant, jetzt findet sie hybrid statt: 20 Zuschauerinnen und Zuschauer (das ist das Maximum) sitzen im Saal, der Rest vor den Bildschirmen.
Auch das Opernhaus hat ein Programm für kleine Besucherzahlen vorbereitet, die Vorstellungsdaten stehen noch nicht fest. Die Tonhalle wird über ihr Programm später informieren.
Die Arthouse-Kinos in der Innenstadt, das Kosmos und Riffraff/Houdini koordinieren ihre Öffnung auf den 22. April. Auch die Blue Cinemas starten an diesem Tag , im Programm unter anderem «Wonder Woman 1984» und «Cats & Dogs». Alle sagen: «Schön, seid ihr wieder da.»
(Autor: Stefan Busz , Pascal Blum , Susanne Kübler)