Nicht geil – so gelingen die Sonnenanbeter
Gartenserie Teil 2
Heute widmen wir uns der Peperoni und der Tomate. Oder: Wie man kleine Diven ganz gross macht.
Frühstarter. Schlaffis. Durchhänger. Das soll nicht etwa eine Beleidigung sein. Vielmehr geht es hier um junge Tomaten- und Peperonipflanzen und den einen grossen Fehler, den jeder Hobbygärtner und jede Hobbygärtnerin mindestens einmal im Leben begehen: Man zieht die Tomaten und Peperoni zu früh an.
Die Idee dahinter ist ja gut. Mehr Zeit für das Pflänzchen zum Wachsen, also auch eine frühere Ernte. So die Theorie. Die Realität sieht ganz anders aus. Nicht geil. Oder eben so richtig geil.
Steckt man die Samen nämlich schon im Februar in die Töpfchen und stellt diese auf die Fensterbank, dann schiessen die jungen Pflänzchen in kürzester Zeit in die Höhe. Sie wachsen durch die Wärme in der Wohnung dem bisschen Licht entgegen, das sie um diese Jahreszeit abbekommen. Das Ergebnis? Frühstarter, Schlaffis und Durchhänger. «Vergeilen» heisst der Fachausdruck dafür. Also das unnatürlich starke Längenwachstum von Pflanzen infolge von Lichtmangel, wobei sie dünn, instabil und blass bleiben.

