Yoga lockte 100 Neugierige nach Aathal
Yoga in Halle begeistert
Am ersten Yogatag Zürioberland trafen sich 100 Menschen im Shed 15 in Aathal. Die Yogis versuchten sich in Posen namens Banane oder Libelle und genossen ein Mantra-Konzert.
100 Menschen sind im Raum der Eventlocation Shed 15, aber es ist ganz still. Nur das Summen der Lüftung und die Stimme von Yogalehrerin Daniela Küng sind in der Halle zu hören. Küng leitet die erste Yoga-Sequenz an diesem ersten Yogatag Zürioberland an, den sie gemeinsam mit ihrer Freundin Maja Graf initiiert und organisiert hat.

Der Anlass ist restlos ausverkauft. Viele sind gekommen, weil sie neugierig waren: Wie ist es, mit so vielen Leuten gemeinsam Yoga zu machen? Welche anderen Stile gibt es? Ein paar kamen aber auch, um zu erfahren, was Yoga überhaupt ist.
«Wir haben im ’Zürcher Oberländer’ vom Yogatag gelesen und dachten: Das probieren wir jetzt mal aus», erzählt Monika Sieber aus Wetzikon. Sie kam mit ihrem Mann, beide haben sie noch nie zuvor Yoga gemacht. Stefan Wymann aus Dübendorf dagegen geht regelmässig ins Yoga. «Ich wollte neue Stile kennenlernen», sagt er.
200 Füsse werden zu Seegras
In der zweiten Sequenz steht Yin Yoga auf dem Programm, begleitet von sanfter Musik. Die Posen werden lange gehalten, bis zu zwei Minuten lang. Sie heissen Korkenzieher, Banane, Libelle oder Seegras. Bei Letzterer strecken sich 200 Hände und 200 Füsse zur Decke und bewegen sich – eben wie Seegras. «Das sieht geil aus», sagt Yogalehrer Cristian Bolliger aus Uster und entlockt der Menge ein Lachen.





Nach der Mittagspause wirds herausfordernd. Vinyasa Yoga mit Nadja Zahner, Yogalehrerin aus Pfäffikon, ist angesagt. Die Übungen werden fliessend aneinandergehängt, inklusive akrobatisch anmutenden Elementen.
Einschlafen in der Schlussentspannung
Dazu rhythmische Musik. Einige haben zu kämpfen, ein paar kapitulieren, schauen dem Geschehen amüsiert zu. Dann wird es wieder ruhiger. Yogalehrerin Bärbel Zierl aus Uster kombiniert sanfte Körperübungen mit Achtsamkeit und gönnt den Teilnehmenden eine lange Entspannung im Liegen. Da und dort hört man leises Schnarchen.
Es ist Zeit für Kaffee und Kuchen, eine Stärkung vor dem letzten Highlight: das Mantra-Konzert der Band Tschoy. Alle dürfen mitsingen, mittanzen oder still geniessen. Die Melodien und Klänge gehen unter die Haut, rühren manche zu Tränen. Die Sängerin von Tschoy, Bettina Keller aus Rüti, schwärmt: «Die Stimmung hier ist wunderschön, die Halle ist voll, und trotzdem ist es familiär.»


«Es hat mir sehr gefallen, alles war perfekt organisiert», sagt Virginia Zürcher aus Bauma. Auch Daniela Küng ist «super happy» über die gelungene Premiere. «Wir haben so viele positive Feedbacks bekommen, die Leute hatten richtig viel Freude. Als ob sie schon lange auf einen solchen Tag gewartet hätten», sagt sie. Die Organisatorinnen planen deshalb, den Yogatag «ziemlich sicher» wieder durchzuführen.
