Am Bachtel wird wieder gedriftet
Qualmende Reifen und viel Spass
Im Herbst 2020 waren die Drift Trikes zum letzten Mal von Girenbad nach Hinwil unterwegs. Im September kehrt der «Bachtel Drift» in die Region zurück.
«Driften ist die Kunst, einen instabilen Zustand stabil zu halten.» Das Zitat stammt vom legendären deutschen Rallye-Fahrer Walter Röhrl. Der mehrmalige Weltmeister sprach natürlich von schnellen Autos; der heute 76-Jährige gewann zu Aktivzeiten grosse Rallyes mit Fiat, Lancia, Audi, sogar mit Opel.
Ob er sich auch auf ein ganz und gar unmotorisiertes Drift Trike setzen würde, ist unbekannt. Wohl eher nicht.
Alle anderen haben am 6., 7. und 8. September am «Bachtel Drift» in Hinwil die Gelegenheit dazu. Vier Jahre nach dem Aus von «Go Sidewayz» sind die damaligen Organisatoren rund um den Wetziker Manuel Frei unter neuem Namen wieder im Zürcher Oberland am Start. Drift Trikes sind Dreiräder mit bewusst traktionsarmen Hinterrädern, deren Oberflächen aus hartem Kunststoff bestehen. Sie sind so konstruiert, dass man mit ihnen um die Kurven driften kann respektive muss.

Erstmals seit 2020
Vier Jahre sind eine lange Zeit. 2020 fand die letzte Austragung statt, damals beeinträchtigt durch die Corona-Massnahmen. 2021 verzichteten die Organisatoren aufgrund der Unsicherheiten um die Pandemie auf eine Durchführung. Und danach war Manuel Frei beruflich durch eine Firmenübernahme stark gefordert: «Jetzt aber ist die Zeit gekommen. Wir wollen wieder Vollgas geben!»
Bei der letzten Austragung waren in Hinwil immerhin 36 Fahrerinnen und Fahrer mit eigenen Trikes am Start. Dazu standen 29 Miet-Trikes für Anfänger, Kinder und auch für Könner bereit und wurden rege genutzt. Die Strecke führte vom TCS-Parkplatz Girenbad über 1,6 Kilometer die Berneggstrasse hinunter ins Ziel nach Hinwil. Exakt dieselbe Strecke wird auch im kommenden September befahren.
Speed ist sekundär
Beim «Drift Trike» geht es nicht um Speed, sondern darum, die Grenzen der Physik herauszufordern. Viel Tempo ist dabei nicht nötig. Mit dem richtigen Material und der passenden Strecke beträgt die optimale Geschwindigkeit zwischen 30 und maximal 50 km/h. Alles darüber erhöht nur das Unfallrisiko. Ausserdem sitzt man in einem Drift Trike derart tief, dass die Adrenalin-Produktion schon bei 30 km/h kräftig angeworfen wird.
Der erste Tag des dreitägigen Anlasses ist Firmen und Gruppen vorbehalten, die es gerne etwas exklusiver möchten und unter Anleitung eines Guides ins Schleudern kommen wollen. Am Samstag und Sonntag sind dann alle willkommen. Zur Trike-Miete gehört auch das passende Equipment mit Helm, Handschuhen und Schonern.
«Der Einstieg ist sehr easy», verspricht Manuel Frei. «Das Ganze fühlt sich an wie eine Mischung aus Gokart, Schlitteln und Mario Kart …» Bei den bisherigen Anlässen seien auch viele Teenager oder auch Väter, die ihre Kinder auf dem Schoss hatten, mitgefahren. «Das Trike ist ein Dreirad: Du setzt dich drauf und kannst fahren.»
