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Serie – Foodtrucks in Dübendorf

Ein erdnussig-grasiger Ritt durch die kongolesische Küche

Wer das liebevoll zubereitete afrikanische Schmor-Essen probieren möchte, sollte nicht zu spät kommen.

Links das Huhn in der Erdnuss-Tomaten-Sauce, rechts das kongolesische Rindsragout. Man beachte die Amaranthblätter.

Foto: Thomas Bacher

Ein erdnussig-grasiger Ritt durch die kongolesische Küche

Serie – Foodtrucks in Dübendorf

Deftiges afrikanisches Schmorgericht mit einer ganz speziellen Gemüsebeilage: Ein Besuch beim Bomozika-Foodtruck macht Spass – aber nur, wenn man der Erste in der Reihe ist.

Ein kongolesischer Foodtruck? Und das, ohne über Mittag ins weit entfernte Multikulti-Zürich fahren zu müssen, sondern gleich vor der Haustür? Wunderbar, so was darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. Das haben sich andere leider auch gedacht, und deshalb gab es für die zwei Testesser nur noch etwas Bodensatz aus den Schöpfbehältern zu einem reduzierten Preis. Seufz.

Ätschipätsch!

Das zweite Mal sind sie besser vorbereitet und stehen wie die Streber fast ein bisschen früh vor dem Foodtruck, wo die zwei netten Frauen mit grosser Hingabe die einzelnen Bestandteile des Gerichts nebeneinander in der Schale drapieren, etwas scharfe Sauce dazu tupfen und dann das Ganze noch liebevoll mit Extra-Gewürz bestreuen.

Als Erster in der Schlange findet man so viel Zuwendung natürlich super, als Letzter möglicherweise nicht so sehr. Uns egal, wir waren ja zuvorderst, Ätschipätsch!

Ein Foodtruck mit wartenden Menschen.
Speziell an einem kühlen Tag freut man sich über etwas Wärme.

Doch was haben wir da in den Wegwerfschalen? Der eine Testesser freut sich über Soso Na Mwamba (Fr. 18.–), das ist Huhn an einer milden, sämigen Erdnuss-Tomaten-Sauce. Das Fleisch mit genügend Fettanteil ist saftig und zart.

Testesser zwei widmet sich seinem Ngombé (Fr. 19.–), einem pikant gewürzten, vollmundigen Schmorgericht mit Rindfleisch. Dazu gibt es klebrigen Reis. Und Bohnen an einer Tomatensauce – gut, aber keine Offenbarung. Bohnen sind und bleiben halt einfach Bohnen.

Gut gegen Traurigkeit

Speziell sind die gekochten Amaranthblätter, die in Teilen Afrikas und Asiens, aber auch auf Kreta als Gemüse gegessen werden und geschmacklich zwischen Spinat und Gras liegen. Rechtfertigt diese tendenziell exotische Zutat den doch recht hohen Preis?

Nein. Aber addiert man die Liebe dazu, dann geht das schon in Ordnung. Immerhin sparen wir am Getränk: Der Hibiskus-Eistee ist grad nicht lieferbar, und was anderes gibt es nicht.

Wenn wir mal traurig (und nicht durstig) sind und etwas Zuwendung brauchen, kommen wir also ganz bestimmt wieder.

Bomozika

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