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Plattform für freie Sicht auf Wasserfall

Seit kurzem ragt bei Billikon ein Baugespann ins steile Tobel. Deshalb!

Die geplante Aussichtsplattform beim Wasserfall Brandrütibach ist Teil des neuen Panorama-Rundgangs, der von First über Ottikon und Billikon führt.

Foto: Marc Dahinden

Plattform für freie Sicht auf Wasserfall

Freizeit in Illnau-Effretikon

Ein Baugespann mitten im Wald bei Billikon macht neugierig. Das Projekt gehört zur «Freizeit-Offensive» der Stadt Illnau-Effretikon.

Kennen Sie den Brandrütibach? Er entspringt zwischen First und Ottikon, unterquert den westlichen Dorfteil von Billikon, bevor er wieder ans Tageslicht kommt und schliesslich in die Töss mündet. Dies aber nicht auf geradem Wege, sondern über mehrere Wasserfälle.

Der spektakulärste liegt am Chuppenacherweg bei Billikon. Und um diesen geht es hier. Seit ein paar Tagen ragt dort nämlich ein Baugespann ins steile Tobel. «Neubau, Aussichtsplattform aus Holz», lautet das entsprechende Baugesuch der Stadt Illnau-Effretikon.

Ein Anruf bei Tiefbauvorsteher Erik Schmausser (GLP) bringt Licht ins dunkle Tobel: Die drei mal drei Meter grosse Holzplattform sei eines der Highlights auf den insgesamt vier Rundwanderwegen in der Gemeinde, die man künftig aktiv vermarkten will. «Sie wird einen ungehinderten Ausblick auf den rund 10 Meter hohen Brandrütibach-Wasserfall bieten.»

Die Bevölkerung soll auf Rundwanderwegen die gemeindeeigenen Natur- und Kulturwerte entdecken können.

Erik Schmausser, Tiefbauvorsteher

«Freizeitangebote vor der Haustür» heisst das Projekt, mit dem die Stadt die Illnau-Effretiker hinter dem Ofen hervorlocken will. «Die Grundidee besteht darin, dass die Bevölkerung auf Rundwanderwegen die gemeindeeigenen Natur- und Kulturwerte entdecken kann», sagt Schmausser. Er gehörte zur sechsköpfigen Arbeitsgruppe rund um den damaligen Stadtpräsidenten Ueli Müller, die das Projekt mit aufgegleist hat.

Webauftritt bündelt Freizeitangebote

Der Fokus liege dabei auf der Bekanntmachung des bestehenden Wander-, Velo- und Bike-Wegenetzes sowie weiterer Freizeitangebote im Stadtgebiet. Dazu habe man die Wegführungen verifiziert und die vier Rundwege auf Karten dokumentiert. Zusätzlich werden auf diesen insgesamt 50 Sehenswürdigkeiten neu mit einem gravierten Calancastein und einem QR-Code markiert. «Mittels Smartphone können dann spezifische Informationen zur jeweiligen Sehenswürdigkeit abgerufen werden.»

Das gilt auch für den Wasserfall am Brandrütibach. Erschlossen wird dieser über den «Panorama-Rundgang», der von First über Ottikon und Billikon führt. «Hügel-Rundgang Effretikon», «Natur-Rundgang Illnau-Agasul» sowie «Schloss-Rundgang Kyburg-Mülau» heissen die drei weiteren Rundwanderwege. Zwei zusätzliche hindernisfreie Rundwege in Effretikon sollen auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen absolviert werden können.

Gebündelt werden die Angebote auf der neuen Web-Plattform «Freizeitangebote vor der Haustür», die im Portal der Stadt integriert wird. Hier sollen künftig auch bestehende Freizeitangebote wie der Kempt-Industrieweg, der Planetenweg oder auch der Bike-Trail Kyburg gezielt und aktiv kommuniziert werden. «So kann unser breites Freizeitangebot den verschiedenen Bevölkerungsgruppen auf zeitgemässe Art gut zugänglich gemacht werden», sagt Erik Schmausser.

Foxtrail zwischen Illnau und Effretikon

Die offizielle Einweihung der Rundwege ist für Mitte Juni geplant. Dann soll auch der Online-Auftritt aufgeschaltet werden. Im Herbst folgt die Eröffnung eines Foxtrails zwischen Illnau und Effretikon, eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der verschiedene Posten angelaufen und Rätsel gelöst werden können.

Ursprünglich hätte der Foxtrail von Effretikon nach Kyburg führen sollen. Da aber laut Schmausser nur wenige Posten im Schloss Kyburg möglich gewesen wären, konnte diese Idee nicht umgesetzt werden.

Finanziert wird «Freizeitangebote vor der Haustür» mit der ZKB-Sonderdividende zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum. Das Stadtparlament hatte im September 2021 einen Rahmenkredit von 550’000 Franken bewilligt.

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