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Corona hat auch auf dem Eis Nachwirkungen

Nach einem Unterbruch findet dieses Jahr wieder das Plausch-Curlingturnier ZO-Trophy statt. Die Pandemie schwächt aber das Teilnehmerfeld.

In der Wetziker Curlinghalle kämpfen 20 Teams um die ZO-Trophy., Im Curling dreht sich alles ums Haus, den Zielkreis, und die Steine., Die Spiele unten auf dem Eis können oben auf der Terrasse am Bildschirm mitverfolgt werden., Viererteams kämpfen um möglichst viele Punkite., Grosse Spiegel erlauben einen Blick auf die genaue Lage der Steine - und die eigene Frisur., Die Zuschauer verfolgen die Spiele auf dem Eis an der Wärme.

Fotos: Christian Brändli

Corona hat auch auf dem Eis Nachwirkungen

Seit Freitag sind in der Halle des Curlingsclubs Wetzikon wieder Dutzende Besen im Einsatz und Steine prallen aufeinander – und manchmal auch gegen die Bande.

Nachdem vor einem Jahr die traditionelle ZO-Trophy wegen der Pandemie ausgefallen ist, findet eines der grössten Curling-Plauschturniere im Kanton Zürich wieder im üblichen Rahmen statt. Bis am Sonntagnachmittag wird darum gekämpft, sich möglichst viele Steine schreiben zu lassen und Ends sowie Spiele zu gewinnen.

2G und Masken schreckten ab

Und doch ist dieses Jahr etwas anders: Gegenüber früheren Jahren, in denen jeweils zwischen 28 und 32 Viererteams angetreten sind, ist das Teilnehmerfeld diesmal ausgedünnt. Nur 20 Teams wagen sich aufs Eis. Und eines davon, sinnigerweise mit dem Namen «Joker», musste Mitorganisator Janos Barko sehr kurzfristig zusammentrommeln, damit der Spielplan aufgeht. 

Janos Barko organisiert seit vielen Jahren die ZO-Trophy mit - und spielt dieses Jahr gleich in zwei Teams.

«Während der Anmeldezeit zu diesem Turnier galt in der Halle noch die 2G-Regel», erklärt Barko die Zurückhaltung. Viele hätten eben nicht mit Maske aufs Eis gewollt oder seien auch nicht geboostert.

Obwohl mittlerweile auch in der Curlinghalle keine Schutzmassnahmen mehr gelten, gelang es in der Nachmeldefrist nur, zwei, drei zusätzliche Teams zu motivieren.

Virus schlägt weiter zu

Doch Corona hat sich auch ganz kurzfristig bemerkbar gemacht: «In vier Teams hat es Ausfälle gegeben wegen des Virus. Teils konnte kurzfristig Ersatz gefunden werden. Es spielen aber auch Teams mit nur drei Spielern», meint Barko.      

Dass dieses Plauschturnier gerade hier in Wetzikon stattfindet, kommt nicht von ungefähr: Mit sechs Rinks – Spielfeldern – ist die Halle weiterherum die grösste.

In den Gründerjahren trug die Trophy noch den Namen Schweizerhof. Später konnte der ZO, der «Zürcher Oberländer», als Sponsor gewonnen werden. Und so kommt das Turnier bereits zu seiner 22. Ausgabe. Viele davon hat Barko als Mitorganisator bestritten.

Relativ viel Publikum

Er freut sich insbesondere über das zahlreiche Publikum, das oben im Restaurant das Treiben unten auf dem Eis mitverfolgt – schön an der Wärme. «Wenn wir sonst spielen, ist die Tribüne meistens leer», bedauert Janos Barko.

Auf grossen Bildschirmen und dank der Spiegel erhalten die Zuschauer einen genauen Blick auf die Lage der Steine.

Immerhin steige aber auch regelmässig nach Olympischen Spielen das Interesse an diesem Sport. Nie sonst erhalte er so viel Sendezeit am Fernsehen und seien so viele Kameras auf ihn gerichtet. Danach wollten einige Curling eben auch live sehen.

Kameras und Spiegel

Um möglichst viel von den Spielen mitzubekommen, können die Besucher auch die grossen Bildschirme konsultieren, auf denen die Häuser, also die Zielkreise an beiden Enden des Spielfelds, zu sehen sind. Und dann hat es noch riesige Spiegel an den Wänden. In diesen sehen die Spielerinnen und Spieler nicht nur die genaue Lage ihrer Steine. Vielleicht wagen sie auch mal einen Kontrollblick, ob die Frisur noch sitzt.

Alle mit mindestens vier Spielen

Einen Vorteil sieht Barko im reduzierten Teilnehmerfeld. «So kommt wenigstens garantiert jedes Team zu einem vierten Spiel am Sonntag.» Normalerweise qualifizieren sich nur die besten 24 Teams für diese Runde. Der Sieger wird schliesslich in der letzten Runde erkoren, die am Sonntagnachmittag stattfindet.

Wer wissen will, ob dies dann die lachenden Hühner, HaHaHaHa, die Eschi Curler oder eine andere Mannschaft ist, kann dazu einfach die Site www.curling-wetzikon.ch konsultieren.   

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