Ein Jahr und 4000 Liter nach dem Start hat Arthur Varnholt mit dem « Schiffbrau » weiterhin Grosses vor. Der wohl jüngste Bierbrauer der Schweiz – er ist vor kurzem gerade erst 18 Jahre alt geworden – hofft, dass sein Bier schon bald gar international verkauft wird: « Ich bin mit einem Lokal in London im Gespräch. Wenn das gelingen würde, wäre das schon ein steiler Start für ein Craft Beer – innert so kurzer Zeit! »
Ein Schulprojekt
Die Idee für das eigene Bier ist noch jung. Und entstanden ist sie am Ende seiner Sekundarschulzeit in Herrliberg. « Ich habe das als Abschlussprojekt der Schule angefangen » , erklärt Varnholt, um gleich zu ergänzen: « Ich war da immerhin schon 16. » Damit konnte er seine Brauergebnisse ganz legal degoustieren. Die ersten Versuche lancierte er in der heimischen Küche in der Wohnung über dem Schiffbau des Zürcher Schauspielhauses. « Im Unterschied zu meinem Vater war meine Mutter nicht so begeistert. » Immerhin hatte die Versuchsphase auch Gerruchsspuren in der Wohnung hinterlassen.
Heute kann dies Varnholts Mutter gelassener sehen, hat Junior Arthur doch die Produktion ins Aatal ausgelagert. Und dank des Biers, das marketingmässig geschickt an den Namen seines Ursprungsortes angelehnt ist, ist die Mutter auch mit Vertretern des Schauspielhauses in Kontakt gekommen und sitzt mittlerweile im Verwaltungsrat der Zürcher Kulturinstitution.
Dank Beziehungen ins Oberland

