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Buk löst ihr K ein

Gut ein Jahr nach ihrer Eröffnung ist in der Wetziker Buchhandlung «Buch+Kultur» Buk die erste Ausstellung zu sehen. Den Anfang macht der Robenhauser Künstler Toni Strolz.

Toni Strolz zeigt im Buk Skizzen, Figuren und Bilder., Maia Kunz (stehend) hat den Wetziker Künstler Toni Strolz für die erste Ausstellung im Buk gewinnen können., Der Bucladen Buk stellt seine Fenster auch Nachwuchskünstlern zur Verfügung, hier Werke der Berufswahlschule Wetzikon.

Christian Brändli

Buk löst ihr K ein

« Toni Strolz war mein erster Kunde im neueröffneten Buchladen. Er hat ein Buch bestellt, das allerdings bis heute nicht eingetroffen ist. » Maia Kunz, die zu den Initiantinnen des im Frühling 2020 gegründeten Vereins « Buch+Kultur » gehört, hat am Mittwoch diese Scharte nun ausgewetzt. Sie hat den Maler und Holzschnitzer für die erste Ausstellung im Robenhauser Buchladen gewinnen können. Der Verein hatte den von der Schliessung stehenden Laden übernommen.

Bücher im Zentrum

« Genau das stellen wir uns hier vor, einen Buchladen mit Kultur » , erklärte Vereinspräsident Christoph Vollenweider. « Ich hoffe, dass dies der Anfang einer Serie von Anlässen ist. Diese sollen uns helfen, auch neue Kunden zu gewinnen. Schliesslich leben wir vom Bücherverkauf. »

Diesen Punkt nahm Maia Kunz auf, die neben Strolz zwei Bücher vorstellte – « Capricho. Ein Sommer in meinem Garten » von Beat Sterchi sowie « Über Menschen » von Juli Zeh – , die sie beide wärmstens den Vernissagebesuchern empfahl.

Szenen aus dem Alltag

Toni Strolz zeigt im Buchladen einige bunte Holzfiguren, Skizzen und diverse Bilder. Zu sehen sind etwa Szenen aus dem mittlerweile geschlossenen Restaurant Schweizerhof am Wetziker Bahnhof oder Ansichten des alten Bauernhofes Im Zil, der bald abgerissen werden dürfte.

Der gelernte  Bauzeichner arbeitete in diversen Architekturbüros im In-und Ausland. Dabei galt sein spezielles Interesse Altbauten. So war er etwa auch für die Streiff AG in Aathal tätig. « Häuser stehen denn auch neben Leuten und Landschaften im Zentrum meines Schaffens » , meinte Strolz.

Handwerk und Kunst gehen für ihn eine enge Verbindung ein. Das zeigt sich in vielen seiner Werke. Er genoss Aus-und Weiterbildungen an diversen Kunstgewerbeschulen in Zürich und Stockholm und unterrichtete als Werklehrer in Schweden und der Schweiz.

Material bis ans Lebensende

Seit bald 40 Jahren wohnt Strolz in Robenhausen. In seinem Zuhause lagern unzählige Aquarelle und Zeichnungen, aber auch viele Skulpturen. Und von diesen könnten es noch mehr werden, hat er doch vor fünf Jahren einen Lindenholzstamm in Goldingen sägen lassen. Von diesem gibt es noch etliche  Abschnitte. « Die reichen für mein restliches Leben » , meinte Strolz vor dem gut 20-köpfigen Publikum, das zur Vernissage erschienen war.

Jedenfalls will er weiterhin künstlerisch tätig sein, auch wenn er erst vor kurzem seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Zu diesem Anlass erhielt der Künstler auch das vor einem guten Jahr im Buk bestellte Buch – allerdings von einer seiner beiden Töchter – auf Norwegisch.

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