Am Wochenende ist der Pfaffhauser Marc Sway nicht nur in Pfäffikon zu hören gewesen, sondern er trat auch in Männedorf auf, wo er aufgewachsen ist. Am Freitag holte Sway im Chesselhuus das Konzert nach, das er eigentlich Anfang März hätte geben wollen. Es fiel allerdings Corona zum Opfer. Nun aber konnte es vor 450 begeisterten Besuchern mit Mundschutz nachgeholt werden.
In Männedorf trat Sway aber nicht als Sänger, sondern als Schauspieler auf, zur Vorstellung des Films «Eden für jeden». Eigentlich hätte neben dem Neo-Schauspieler Regisseur Rolf Lyssy erscheinen sollen. Doch seit Lyssy vor wenigen Tagen den «Career Achievement Award» anlässlich der Uraufführung seiner Komödie am Zurich Film Festival überreicht bekommen hat, ist seine Agenda so voll, dass er den Männedörflern kurzfristig eine Absage erteilte.
Also erschien Sway am Samstagabend in Begleitung von Steffi Friis, die als Nelly die eigentliche Hauptfigur des Films spielt. Zudem hatte der 41-jährige Pop- und Rock-Musiker seine ganze Familie im Schlepptau.
Marc Sway, wie sind Sie zu Ihrer ersten Filmrolle gekommen?
Marc Sway: Rolf Lyssy hat mich eines Tages angerufen und mir eine Rolle als brasilianischer Musiker in seinem neuesten Film angeboten; ich sei die ideale Besetzung. Da ich ein grosser Fan von ihm und seiner Arbeit bin und zudem begeistert war von der Geschichte, habe ich sofort zugesagt.
Sie spielen sozusagen sich selber?
Das macht es nicht gerade einfacher. Obschon beide Kunstformen sich nahestehen und ich Parallelen sehe wie etwa das Timing, also im richtigen Moment das Richtige zu tun, sowohl als Musiker auf der Bühne wie auch als Schauspieler auf der Leinwand. Vor der Kamera muss man vor allem reden, aber auch zuhören können.

