Die Show im Zirkuszelt beginnt mit einer Mikrofonpanne und einem Schreibfehler. Ursus und Nadeschkin – sie behalf sich mit einem Handmikrofon – brauchen ein neues Foto fürs Plakat. Darauf steht nämlich Eink anstatt Knie. Das Komiker-Duo reicht die Buchstaben ins Publikum, wo bereits der nächste Schreibfehler produziert wird. Als dann die Buchstaben richtig formiert sind, ist das neue Promofoto im Kasten.
Diese erste Nummer von Ursus und Nadeschkin, die heuer durchs Programm führen, war allerdings anders einstudiert. Die Buchstaben hätten durch die ganze Manege wandern sollen. Damit sich niemand mit dem Coronavirus ansteckt, änderte das Komikerduo den Ablauf so ab, dass die Buchstaben zu einer einzigen Person gehen. Trotz allem war Ursus im Vorfeld überzeugt, dass die Nummer funktionieren wird. «Kinder finden es zum Schreien, wenn Erwachsene Schreibfehler machen.» Und er hat recht behalten.
Die Premiere nimmt mit einer heissen Feuerschau, Saltos und Motorengeknatter an Fahrt auf und läutet am Freitag die Tournee 2020 des Circus Knie mit einem halben Jahr Verspätung ein. Die Premiere wurde nicht in Rapperswil SG gefeiert, wo der Zirkus zu Hause ist, sondern in Bern auf der Grossen Allmend.
Anstatt an 36 Spielorten ihr Chapiteau aufzubauen, zieht die Knie-Familie dieses Jahr nur zehnmal um. Die Westschweiz und das Tessin sind komplett gestrichen. Dafür läuft die Tour sechs Wochen länger als gewöhnlich bis Ende Jahr. An Silvesterabend wird die Show in Luzern zum letzten Mal aufgeführt.
Maskiertes Lachen und Klatschen mit Anlauf

