Die gute Nachricht für die Fans des Greifenseer Openairs ist: Es findet ab Mittwochabend trotz steigenden Coronazahlen statt. Die schlechte ist, dass die Eintritte auf 250 begrenzt sind. Doch vielleicht haben viele ohnehin keine Lust, sich den Schutzkonzepten, zu welchem eine Contract-Tracing-Anmeldung übers Smartphone oder die ständige Einhaltung der Abstandsregeln gehört, unterzuordnen.
Der Ticketverkauf läuft denn auch schleppend. Michael Schaich, einer der Mitgründer des Vereins, der das Openair auf der Schlosswiese organisiert, sagt: «Tickets sind für Mittwoch bis Freitag noch reichlich zu haben, erst fürs Wochenende wird es langsam knapp.» 250 Besucher lassen die Veranstalter rein, um ein «bisschen spatzig» zur 300er-Grenze zu haben, bei der der Kanton strengere Auflagen verlangt, zum Beispiel eine Schutzmaskentragpflicht.
Maske an, aber freiwillig
Schaich empfiehlt, auch ohne eine solche, freiwillig Masken zu tragen. Solche wollen die Organisatoren den Besuchern gratis zur Verfügung stellen. Rund 2000 habe er für die fünf Tage vorrätig. Bei den Abstandsregeln von eineinhalb Metern setzt Schaich auf den «gesunden Menschenverstand» der Besucher. «Wir werden beim Sicherheitsabstand sicherlich nicht Sheriff spielen.»
Dabei ist sich Schaich bewusst, dass die typische Openair-Stimmung mit Gedränge vor der Bühne kaum aufkommen wird. Aufgrund der Maximalgrenze von täglich 250 Besuchern, wird das Festival deutlich unter der Besucherzahl von knapp 2000 an einem Tag sein, die in vergangenen Jahren auch schon erreicht wurde. «Es ist eher ein Food-Bar-Festival mit Hintergrundmusik», sagt Schaich. So werden die Bands nicht wie üblich auf zwei Bühnen spielen, sondern nur auf der Seebühne.

