Röné Schoch schreibt seinen Vornamen bewusst so. Er liebt den verschmitzten Farbtupfer im Alltag. Das sieht man dem 64-jährigen, pensionierten Pflegefachmann aus Uster auch in der Öffentlichkeit an: Stets trifft man ihn auf dem Velo radelnd an, meist in schreiend farbenfroher Kleidung.
«Statist sein heisst primär warten. »
René «Röné» Schoch
Visuelle Akzente setzt Schoch auch in der Schweizer Filmlandschaft. Er ist seit mehreren Jahrzehnten Statist: Den ersten Einsatz hatte er vor 40 Jahren im Film «Der Erfinder» mit dem im letzten Jahr verstorbenen Bruno Ganz. «Der Dreh ging in einer alten Fabrik im Tösstal über die Bühne», erinnert sich Schoch. «Und ich war sofort fasziniert vom Filmset mit dem permanenten Gewusel. Mittendrin der Star Bruno Ganz – und ich.» Auch die ihm als verhältnismässig unbedeutendem Statist vermittelte Sorgfalt in der Einkleidung und Schminke gefiel ihm. «Der Film spielt im Jahr 1945. Die Kleidung musste authentisch sein und ein Bart war Pflicht.»
Mehr als Herumstehen
Es folgten regelmässige Einsätze. So ist Schoch in der Serie «Der Bestatter» mit Mike Müller zu sehen; im SRF-Psychiatrie-Drama «Im Dunkeln» mit Stefan Kurt und Anna Schinz; oder in Micha Lewinskys Komödie «Moskau einfach». Schochs Szenen gehen teilweise über das mehr oder weniger bewegungslose Stehen in einer Menschenmasse hinaus. «Bei einer Szene in der Psychiatrie sagte Regisseur Marcel Gisler spontan, ich solle unter meinem Spitalbett einen Karton hervorkramen und hektisch nach Zigaretten suchen», erinnert sich Schoch. Die Szene wurde vollumfänglich im Film ‹ Im Dunkeln › übernommen.

