Günstiger Wohnraum? Zu teuer für die Stadt
Leserbeiträge
Rahel Diesch, Effretikon
Ich bin enttäuscht über den Entscheid des Stadtparlaments, das Grundstück an der Grendelbachstrasse ohne jede Auflage für günstigen Wohnraum zu verkaufen. Noch vor wenigen Jahren war der politische Wille klar: Die Schaffung und der Schutz von preisgünstigem Wohnraum waren zentrale Ziele der Stadt. Umso unverständlicher ist die Kehrtwende, die nun offenbar einzig aufgrund der laufenden Initiative erfolgt – einer Initiative, die mit vorgeschobenen Argumenten einen einmaligen, möglichst lukrativen Verkauf erzwingen will.
Problematik bewusst?
Im Jahr 2020 erklärte derStadtrat: «Der Stadtrat ist sich der Problematik der Verdrängung von günstigem Wohnraum (…) bewusst. Er erachtet den gemeinnützigen Wohnungsbau mit dem Prinzip der Kostenmiete als gutes Mittel, auch Mietwohnungen im mittleren und günstigen Preissegment auf dem Markt zu haben.»
