So wächst die Chancenungleichheit weiter
Kurt Scherrer, Wald
Der Bericht zur Pfäffiker Schuldiskussion strotzt nur so von nichtssagenden Schlagwörtern, Pauschalisierungen und Worthülsen. Dieses dogmatische Geschwätz, man kann es nicht mehr hören. Es geht doch weder um den Frontalunterricht noch etwa ums fragliche Beibehalten des klassischen Schulsystems schlechthin. Und man könnte fast den Eindruck bekommen, wie wenn es Heterogenität oder etwa Sozialisierungsprobleme in den Klassen früher nicht gegeben hätte, wie wenn Vielfalt etwas Neues wäre.
Aber statt zu lernen, «... will man jetzt dagegen etwas tun». Grosse, nur allzu oft schnell wieder verpuffende Worte im bildungspolitischen Irrgarten.
Seit 35 Jahren klar
Dass solche Aufgaben nicht mit gezielter Methodenwahl, mit Schulorganisation, Regeländerungen oder mit irgendwelchen sattsam bekannten Strukturreformen gelöst werden können, wissen wir schon seit mindestens 35 Jahren Reformgeschichte.
