Baustellenärger an der Zürichstrasse zwischen Hinwil und Wetzikon
Peter Hagen, Hinwil
Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich mit dem Velo zwischen Hinwil und Wetzikon unterwegs bin. Ich ertappe mich dabei, dass ich nur noch selten die beschilderte Umfahrung benutze, sondern auf der Zürichstrasse fahre. Und siehe da, ich treffe dabei immer mehr Mitleidende, sogar ganz «Mutige» mit Kinderveloanhänger. Und jedes Mal schwirrt bei mir der 2002 erschienene Song «Und kein Ende in Sicht» im Kopf herum.
Was ist passiert? Sowohl am Ausgang von Hinwil als auch bei demjenigen von Wetzikon sind Tafeln angebracht: «Radweg gesperrt 18.11.2024 bis 30.06.2025» – und sie stehen noch immer.
Weil die meisten Velofahrenden umweltsensible Menschen sind, hat man gerne einen sehr unattraktiven Umweg in Kauf genommen, da ja mit der Fernwärmeleitung ein sinnvolles Projekt bereitgestellt werden soll. Aber jetzt wird klar, dass da etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Der Juni ist längst vorbei, die alten Tafeln stehen noch immer, die Baustelle ist verwaist (seit Wochen habe ich keinen Arbeiter mehr auf der Baustelle gesehen), der grösste Teil des Radwegs ist asphaltiert, aber die beiden nur wenige Meter langen Baustellen versperren ein Weiterkommen.
Wie lange soll das noch dauern? Wen soll man da fragen, wenn kein Mensch auf der Baustelle ist und auch nicht ersichtlich ist, wer da baut? Wer ist da überhaupt zuständig? Die beiden kurzen Hindernisse liessen sich meines Erachtens mit wenig Aufwand so gestalten, dass ein Vorbeifahren möglich ist. Bei der Einmündung zur Kezo ist die Strasse breit genug, um einen Velo- beziehungsweise Fussgängergegenverkehr einzurichten. Bei der Baustelle in Wetzikon könnte unter Benützung des Rasenstreifens und mit einer kleinen Verschiebung der Baustellenabschrankung genügend Raum zum Durchfahren gewonnen werden.
Ungeduld setzt ein
Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Problem viele Velofahrende beschäftigt. Wenn man tagtäglich feststellt, dass nichts vorwärtsgeht, wird man ungeduldig. Dies könnte weitere ungeübte Velofahrende motivieren, sich «verkehrsungünstig» zu verhalten. Dabei denke ich an Jugendliche auf dem Weg zur Kantonsschule oder zum Training auf die Sportanlagen.

