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Ein Thema, das früher oder später jeden Einzelnen etwas angeht

Präsentation Altersstrategie Hinwil durch Gemeinderätin Herta Huber im Hirschensaal.

Foto: Christian Brändli

Ein Thema, das früher oder später jeden Einzelnen etwas angeht

Leserbrief

Walter Gschwendtner, Hinwil

Vergangene Woche wurde der Hinwiler Bevölkerung vom ­Gemeinderat im gut besuchten «Hirschen»-Saal die «Alters­strategie Hinwil» vorgestellt. Ein Werk, das mit viel Aufwand und unter Zuhilfenahme von Experten und der Bevölkerung erarbeitet wurde und über ­dessen Sinn man naturgemäss geteilter Meinung sein kann. Gehwege, öffentliche Toiletten, alles natürlich altersgerecht.

Kritikpunkt

Das Ganze wurde dann an der Veranstaltung teilweise kritisiert. Warum wohl? Ganz einfach: Man, also der Grossteil der Anwesenden, hatte anstatt Informationen zu dem vor­gesehenen Ausbau von Geh­wegen und der zukünftigen ­Erstellung von öffentlichen ­Toiletten vielmehr Informationen über das Altersheim und das Thema Wohnen im Alter ­erhofft, gar erwartet. Dabei scheint man in Hinwil auszublenden, dass dieses Thema ausgelagert, also der Stiftung Wohnen im Alter übertragen (Muss man sagen verkauft?) wurde und der Gemeinderat und somit auch wir Bürger einzig mit einer Stimme im Stiftungsrat «Mitspracherecht» ­besitzen.

Was also einige der Fragesteller so sehr ­beschäftigte – «Was ­passiert dort unten (im Altersheim)?», ­«Warum ­bekommt man keine Infor­mation über die nahe ­Zukunft?», «Was ist alles an den im Dorf kursierenden ­Gerüchten dran?» –, konnte hier natürlich nicht beantwortet werden.

Es ist schlichtweg nicht mehr ein Thema, für ­welches der ­Gemeinderat ­zuständig ist. Wir, die Stimmbürger, haben dies einer ­Stiftung übertragen, die offensichtlich nicht sehr viel von ­offener Informationspolitik hält.

Es war meiner ­Meinung nach damals ein ­grosser Fehler, das Thema Wohnen im Alter ­einer Stiftung, zwar mit Leistungsauftrag, zu ­überlassen.

Überdenken nötig?

Die Unterbringung von ­Asylsuchenden wird von der Gemeinde ganz gut gelöst, die alten Hinwiler aber werden ­einer Stiftung überlassen. Man sollte sich fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, das Thema ­Wohnen im Alter wieder in den Einflussbereich und in die ­Verantwortung der Gemeinde, also der Stimmbürger, zurückzuführen.

Denn dieses Thema geht ­früher oder später jeden ­Einzelnen von uns etwas an.


«Hinwiler erhalten mehr Hilfe im Seniorenalter», Ausgabe vom 25. August

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