Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Leserbeiträge

Die Schule beginnt wieder

Dieser Leser schreibt von der Ausbildung und Erziehung der Kinder in Schulen und meint, dass politische Machthaber sich schlechter als Kinder verhalten.

Foto: PD

Die Schule beginnt wieder

Martin Jeny

Hinwil

Die Schule ist wieder – fast überall – voll am Laufen. Ein «neues» Jahr hat begonnen. Gleich geblieben sind die Schwierigkeiten mit heraus­fordernden Kindern und ­Jugendlichen.

In den meisten Schulen hat es inzwischen einen ­«Wladimir». Dieser setzt ­andere Kinder dafür ein, auf Kleine loszugehen, sie zu ­verhauen oder ihnen Sachen wegzunehmen. Selbst­verständlich sieht er kein schlechtes Handeln bei sich ein, sondern geht davon aus, dass er ­Richtiges und Wichtiges tut.

Ebenfalls gibt es den Schüler «Donald». Auch er verhält sich gesellschaftlich und sozial nicht korrekt. Er pöbelt herum, schreit, macht andere schlecht, lacht sie aus und setzt ­Schwächere unter Druck. Nur weil er glaubt, grösser und stärker zu sein als andere. Er hat viele Komparsen, die mitgrölen, wenn er denunziert. Die meisten tun das aus Angst davor, selbst unter seine ­Fittiche zu geraten.

Viele folgen Wladimir oder Donald – noch mehr schauen zu und sagen nichts.

In den Schulen wird ein solches Verhalten geahndet. Wir setzen uns mit Lehrpersonen, Eltern und Behörden zusammen, sprechen unaufhörlich miteinander, sagen diesen ­Kindern, dass wir ihr Verhalten so nicht ­akzeptieren und geben nie auf.

Wir tun das jeden Tag. Und jeden Tag immer wieder mit Erfolg. Nicht nur, weil das unser Auftrag ist, ­sondern auch, weil wir einen Beruf mit sozialem, gesellschaftlichem Indikator ausüben.

Politiker und (wenige) Politiker­innen sehen das, was wir von ihnen als Auftrag er­halten, offenbar selbst nicht so. Da verbrennt einer lieber ­öffentlich die EU-Verträge und brät einen Cervelat darüber. Andere ducken sich und ­hoffen, mit Nettigkeit geht das dann schon irgendwie. Weitere versuchen selbst aus Notlagen Kapital zu schlagen.

In der Schule wäre es anders

Wären sie bei uns in der ­Schule, dann würden wir mit ihnen ­einen langen, intensiven Weg gehen, damit sie gestärkt ­würden, und das im gemeinschaftlichen Sinne.

Die Erwachsenen sind das Problem. Nicht die Kinder in der Schule.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns