Augenmass versus Schikane
Veronika Harzenmoser, Volketswil
Tatort: Schulhausanlage Hagen in Illnau. Freitag, 11. Juli, 12 Uhr (Schuljahresschluss).
Alle der wenigen Parkplätze sind besetzt. Wartende Eltern und Grosseltern in Autos zwischen den Parkfeldern, die ihre mit prallen Schulsäcken und Taschen bepackten Sprösslinge in die Ferien abholen möchten. Unser Auto steht keine fünf Minuten in Sichtweite am Strassenrand in der 30er-Zone, ohne jegliche Verkehrsbehinderung oder Gefahr für Fussgänger.
Kaum weg vom Auto taucht aus dem Nichts – als hätte man darauf nur so gewartet – die Polizei in einem Auto auf und klemmt in Sekundenschnelle eine Bussenkarte mit QR-Code unter den Scheibenwischer. Und schon ist die Polizei, dein Freund und Helfer, wieder weg. Für eine Reaktion bleibt keine Zeit. 80 Franken kostet uns das Abholen unserer Enkelin.
Polizeipatrouille auf Parkbussenjagd. Als hätte man keine wichtigeren Probleme zu lösen. Einbrechersuche zum Beispiel. Kein gutes Zeugnis für den Freund und Helfer.
