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Handy und Elektronik statt elterliche Fürsorge

Digitale Scheinwelt: Ein Jugendlicher nutzt sein Mobiltelefon für Spiele.

Foto: Nicole Philipp

Handy und Elektronik statt elterliche Fürsorge

Leserbrief

Monika Schuler, Adetswil

Lieber Herr Reichle, ich gra­tuliere Ihnen von ­Herzen zu ­Ihrem Leserbrief. Wie wahre Worte – und so auf den Punkt gebracht.

Es ist höchst bedenklich, wie Jugendliche von heute alle ­Freiheiten «geniessen» dürfen und mit dem Umgang aber gleichzeitig völlig über­fordert sind. Allein gelassen in der ­medialen Welt, oft schon von klein auf, mit Handy und ­Elektronik betreut anstatt mit elterlicher Fürsorge, Liebe und einem rechtschaffenen Leben, welches vorgelebt wird und in dem es auch Grenzen und ein Nein gibt.

Anstand, Respekt und ­Ordnung sind längst Fremdwörter, als altmodisch ab­gestempelt, vermeintlich nicht mehr anwendbar, weil sie nicht mehr in die moderne Welt ­passen sollen. Welch ein ­Trugschluss.

Ich habe selber vier Kinder im Alter von 17 bis 27 Jahren. Selbst ihnen fällt auf, was gleichaltrige Gspänli nicht mehr mit auf den Weg bekommen haben. Auch sie ­haben ab und an gehadert, wenn ich als Mutter Nein sagte, heute sind sie mir dankbar dafür.

Ich schliesse mich voll und ganz der Meinung von Herrn Reichle an, dass extrem dringender Handlungsbedarf besteht.

Es braucht Regulierungen in der Erziehung, denn nur so ­bekommen unsere Jungen auch wieder realen Boden unter ­ihre Füsse, und die digitale Scheinwelt würde an Wichtigkeit verlieren. Das gäbe unseren Kindern und Jungen wieder richtige Freiheit – und nicht IV-Renten.

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