Meistens nur weniger Steuern für die höchsten Einkommen
Leserbrief
Regula Hess, Stadtparlamentarierin (SP) Illnau-Effretikon
Die Stadt hat mit der Jahresrechnung 2024 erstmals seit zehn Jahren wieder einen Verlust präsentiert. Dies mit dem Ausblick, dass in den kommenden Jahren zusätzlich kostenintensive Investitionen anstehen und dass ein Sparpaket geschnürt werden muss. In den letzten zwei Jahren wurde im Parlament die Höhe des Steuerfusses jeweils intensiv diskutiert.
Die FDP, Mitteparteien und die SVP haben sich beide Male für einen möglichst tiefen Steuerfuss eingesetzt.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wurde der tiefe Steuerfuss befürwortet im vollen Bewusstsein, dass die Kosten steigen werden. Oder es wurde falsch eingeschätzt. Ich gehe von Ersterem aus. Gleichzeitig wurde bei einer der ersten intensiveren Debatten von der FDP wortwörtlich argumentiert, man sei für tiefere Steuern, aber wolle damit in Zukunft auf gar keinen Fall ein Sparprogramm bewirken. Nun, genau ein solches Sparpaket wird nun geschnürt.

