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IV-Rente für Jugendliche

Immer mehr unter 25-Jährige erhalten in der Schweiz eine IV-Rente wegen psychischer Probleme. (Symbolfoto)

Foto: Pixabay

IV-Rente für Jugendliche

Leserbrief

Erich Reichle, Fällanden

Schon Mitte April hiess es im ZO/AvU­: «Immer mehr junge Menschen beziehen IV. Die Ursachen für diesen Anstieg ist unklar. Das Problem muss ‹interdisziplinär› ­angegangen werden.» Und am Montag, 23. Juni, noch ­deutlicher: «Wir stehen vor ­einer riesigen ­Welle.» Und dann ein seitenlanges ­Blabla eines Psychiaters mit dem ­äusserst erhellenden Schluss: «Die psychische ­Gesundheit der Jungen ist ­einer der grössten Brennpunkte ­unserer ­Gesellschaft.»

Angehen des Problems

Dieses Problem wurde in letzter Zeit immer häufiger angegangen, aber ohne wirkliche Hinweise auf sogenannte ­Ursachen.

Am ­besten haben es noch jene Schulen begriffen, welche den Kindern Handy und ­Internet während der Schulzeit ­verbieten. Aber noch besser versuchen es jene Länder an­zugehen, welche den ­Kindern die sozialen Medien verbieten wollen, wie auch immer.

Tatsache ist, dass wir eine immer grössere Technisierung haben und ­andererseits eine immer ­gravierendere Überflussgesellschaft.

Das bedeutet zum einen eine Unmasse ständiger Infos jeglicher Art, und daneben eine quälende Langeweile, weil wir nichts mehr Sinnvolles tun. Das bewirkt vor allem bei den meisten Pubertierenden psychische Probleme, weil das Ganze einfach nicht mehr geistig verkraftet wird.

Erziehung wieder lernen

Ich glaube, wir müssen wieder lernen, was man früher Erziehung nannte.

Dass man den Kindern einigermassen einen Rahmen gibt, was gut für sie ist, was Anstand und Ordnung ist und was sie tun oder lassen sollten. Durch die Technisierung und den übertriebenen Wohlstand ist auch die sogenannte Freiheit immer mehr aus den Fugen ­geraten.

Lästige Fremdwörter

Anstand, Respekt und Ordnung sind zu lästigen Fremdwörtern geworden. Und das wirkt sich vor allem bei der Jugend verheerend aus. Deshalb braucht es ein ganzheit­liches radikales Umdenken, bevor die ganze Gesellschaft in der Psychiatrie landet.

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