Alle haben das gleiche Blut
Theres Guntern, Pfäffikon
Herr Honegger, ich möchte Sie gerne fragen, was das für ein Gott ist, welcher zulässt, dass über 30 000 Menschen ihr Grab auf dem Meeresgrund des Mittelmeeres gefunden haben, weltweit verhungern und von korrupten Regimen verschleppt, gefoltert und umgebracht werden.
Man könnte vielleicht sagen, «Holocaust» findet auf der ganzen Welt statt, sprich Völkermord.
Hinweis zur Vergangenheit
Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Juden sozusagen der Urbevölkerung – sprich den Nomaden – im Sinai das Land wegnahmen, sich dort niederliessen und es bebauten.
Gemäss der Bibel hätte Moses das Volk der Israeliten von Ägypten ins «heilige Land» geführt, weil sie Sehnsucht nach dem Paradis gehabt hätten.
Die Bevölkerung im Gaza wird verjagt, damit das israelische Militär auf Befehl von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Hamas angreifen kann.
Tragisches Ausmass
Ich habe gehört, wie eine junge englische Ärztin, die schon zum dritten Mal vorOrt ist, gesagt hat, dass, wenn nicht in den nächsten Tagen die Babynahrung in Form von Pulvermilch ankäme, würden Dutzende – sie sprach von 18 – Babys sterben.
Margot Friedländer, eine leider kürzlich verstorbene, bekannte Zeitzeugin des Holocausts, hat Folgendes gesagt: Muslime, Christen, Katholiken, Buddhisten usw. hätten alle das gleiche Blut.
Zum Leserbrief «Juden und Israel lassen sich nicht voneinander trennen», Ausgabe vom 27. Mai