Es ist Zeit für das Happy End des Landihauses
Leserbrief
Das aufgeworfene Thema ist ein lokaler Dauerbrenner: Bereits bei meinem Beginn als Parlamentarier in Illnau-Effretikon und meinem gleichzeitigen Eintritt in die Geschäftsprüfungskommission (GPK) im Jahr 2005 – also vor 20 Jahren – war das Landihaus in Illnau zuoberst auf der Traktandenliste. Mit dem damaligen Stadtpräsidenten Martin Graf und meinen GPK-Mitgliedern Ueli Müller, Sämi Wüst, Gabi Münger, Rainer Hugener und weiteren Kommissionsmitgliedern besuchten wir diese Liegenschaft mehrmals innen und aussen.
Das Hin und Her in diesen 20 Jahren müssen wir nicht mehr kommentieren. Eigentlich ist es ein politischer Leerlauf, der enorm viel Zeit und Geld kostete.
Die berühmte Strassenenge an der Julierstrasse in Mulegns oberhalb von Savognin ist sicher vielen Benützern bekannt, vor allem den Lastwagen- und Carfahrern, die sich jeweils im Zentimeterbereich durch diese Enge zwängen mussten. Von normalem Gegenverkehr ganz zu schweigen. Mit der Restaurierung des bekannten Hotels Löwe in Mulegns und der benachbarten Weissen Villa aus der Zuckerbäckerzeit wurde letztere Liegenschaft mit entsprechendem Budget um mehrere Meter verschoben und die Julierstrasse nachhaltig verbreitert – auch zum Wohl der Fussgänger.
Wiederholt habe ich empfohlen, die obere, nicht geschützte Liegenschaft an der Usterstrasse 25 in Illnau abzubrechen und das denkmalgeschützte Landihaus an der Usterstrasse 23 an den Standort Usterstrasse 25 zu verschieben. Dies wäre aus topografischen und auch optischen Gründen sehr wohl möglich und würde der nun seit fast einer Generation dauernden Diskussion ein Happy End ermöglichen: Der Dorfplatz hätte endlich die von der Bevölkerung gewünschte Grösse, und der Zürcher Heimatschutz mit seinem rührigen Präsidenten würde mit diesem endlich renovierten Haus in Zukunft selig. Dann könnte man endlich damit beginnen, die von allen gewünschte Zentrumsgestaltung in Illnau zu realisieren: Alle würden daran ihre Freude haben ob eines gelungenen Werks. Vorwärts!
«Demokratie statt alte Gebäude schützen», Ausgabe vom 7. Mai
