Leserbeiträge

Man mag es nicht mehr sehen und hören

Man mag es nicht mehr sehen und hören

Leserbrief

Max R. Homberger

Wetzikon

Eine ganze Woche lang fluteten die neuen Trump’schen Zölle die Medien. Der Ukraine-Krieg scheint nicht mehr zu toben.31 Prozent Zoll für Schweizer Waren – schrecklich. Sie jammern drauflos, die Mäders, die Hirzels, die Unternehmer, die Manager. Ganze 17,8 Prozentist der US-Anteil am Schweizer Export, volkswirtschaftlich überblickbar.

Die Berichterstattung befasste sich ausschliesslich mit wirtschaftlichen ­Fragen. Aber es gibt auch das ­andere Ende der Stange, die strategische Frage unserer Zukunft. Wenn die Trump’schen Zölle Bestand haben – und das weiss man bei Trump nie –, dann dürfte es Auswirkungen haben, globaler und schweizerischer Natur.

Der globale Handel dürfte zurückgehen, der Energieverbrauch dürfte zurückgehen, mehr Container-Frachter dürften in den Häfen vor sich hindümpeln. Das wäre ein Segen für das Klima. Wenn das Wirtschaftswachstum in der Schweiz etwas abkühlt, werden unsere Unternehmer und Manager von ihrer Last des «Fachkräftemangels» etwas entlastet. Sie werden wieder besser schlafen.

Wenn die Nachfrage nach «Fachkräften» zurückgeht, wird auch die nicht enden wollende Immigration zurückgehen. Vielleicht erreichen wir dann die 10 Millionen nicht. Wenn das eintreffen würde, liesse sich sagen, Trump hätte in zehn Minuten für die Schweiz mehr erreicht als dessen Berner Politnomenklatura in zehn Jahren.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.