Soll Pfäffikon den ersten Schritt zur Fusion mit Wildberg eingehen?
Leserbrief
Bernhard Huber, Pfäffikon
Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Pfäffikon werden demnächst an der Urne entscheiden, ob sie eine Fusion mit der Gemeinde Wildberg grundsätzlich bejahen. Wildberg hat diese erste Hürde Richtung Fusion bereits erfolgreich genommen. Nach beidseitiger Zustimmung der Stimmberechtigten zur Fusion im Grundsatz erfolgt in einem zweiten Schritt, nach Ausarbeitung des Fusionsvertrags, darüber die finale Urnenabstimmung in Pfäffikon und Wildberg. Die Gemeindefusion kommt dann zustande, wenn beide Gemeinden dem Fusionsvertrag zustimmen.
Soll nun Pfäffikon den ersten Schritt Richtung einer Fusion mit Wildberg vornehmen oder nicht? Auf der Landkarte erscheint eine Fusion dieser beiden Gemeinden auf den ersten Blick nicht gerade einleuchtend. Die nördlich an den Gemeindebann Pfäffikon angrenzende Gemeinde Wildberg scheint eher mit benachbarten Tösstal-Gemeinden Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Laut den Ausführungen des Gemeindepräsidenten von Wildberg an einer kürzlich durchgeführten Info-Veranstaltung in Pfäffikon sind die Wildbergerinnen und Wildberger jedoch mehrheitlich nach Zürich orientiert. Dazu benutzen sie oft die ÖV-Busse nach Pfäffikon. Aus topografischen Gründen ist klar, dass sowohl Wasserversorgung als auch Abwasserentsorgung Richtung Tösstal respektive Winterthur orientiert sind und bleiben werden. Die Abwasserentsorgung in einer grossen Abwasserreinigungsanlage wie der Ara Hard in Winterthur ist auch spezifisch pro Einwohner günstiger als in der bedeutend kleineren Ara Schanz in Pfäffikon.
Als Vorteil einer solchen Fusion könnte sich auch eine Mehrzweckhalle im Dorf Wildberg erweisen, da die Benutzung von Turnhallen durch Vereine sehr begehrt ist und in Pfäffikon heute davon eher ein knappes Angebot besteht. Auch immaterielle Werte wie schöne ländliche Landschaften, wie sie Wildberg zu bieten hat, sind in die Waagschale zu werfen.
Stand heute gäbe es bei einer solchen Gemeindefusion für Pfäffikon keine unlösbaren Probleme und auch keine finanziellen Nachteile, die ins Gewicht fielen.
Darum plädiere ich für ein beherztes Ja zur grundsätzlichen Zustimmung zu einem Zusammenschluss von Pfäffikon mit Wildberg als ersten Schritt Richtung Fusion.
