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Ja zu Fusionsentwurf

Am 18. Mai steht in Pfäffikon die nächste Entscheidung an. (Archiv)

Foto: Seraina Boner

Ja zu Fusionsentwurf

Leserbrief

Rolf Saurer

Pfäffikon

Gemeindefusionen kommen in nächster Zeit bestimmt häufiger auf uns zu. Das ist aber nichts Neues. Vor 200 Jahren waren auf dem Gemeindegebiet von Pfäffikon zehn Zivilgemeinden vorhanden. Vor 100 Jahren haben sich fünf Schulgemeinden zu einer Schulgemeinde zusammengeschlossen, und nachher sind acht Zivilgemeinden zur Politischen Gemeinde Pfäffikon geworden. 2002 sind dann die Primar- und Oberstufenschulgemeinde mit der Politischen zur Einheitsgemeinde vereinigt worden. Ein grosses Beispiel ist der Kanton Glarus, da haben die Bewohner an der Landsgemeinde beschlossen: nur noch drei Grossgemeinden.

Die Gründe waren schon früher dieselben: Freiwillige Behördenmitglieder zu finden, wird prekär, die Administra­tion wird aufwendiger und damit teurer. Für die Gemeinden heisst das, entweder vorher freiwillig eine Lösung suchen oder später unter dem Zwang der «Kantonsbürokratie» zur Fusion gezwungen werden. Die Gemeinde Wildberg hat sich für die freiwillige Variante entschlossen und bei der Gemeinde angeklopft. Der Gemeinderat Pfäffikon hat die Türe geöffnet und sich zu Gesprächen bereit erklärt, damit Fakten und Zahlen aufliegen und ein Vertragsentwurf erarbeitet werden kann. Die Qualität eines Apfels kann ja nicht allein von Grösse, Farbe und Form beurteilt werden.

Wenn von verschiedener Seite vorgeschlagen wird, die offene Türe ohne Diskussion wieder zuzuschlagen, weil wenig grosse Vorteile oder finanzieller Mehrwert ersichtlich sind, ist das aus demokratischer Sicht bedenklich. Miteinander reden ist das Mindeste. Für Pfäffikon können auch Vorteile entstehen. Mit dem Probelauf für einen Fusionsvertrag mit Wildberg werden Stolpersteine aufgedeckt, die allenfalls bei späteren Fusionen mit umliegenden grösseren Gemeinden (freiwillig oder zwangsweise) von Nutzen sind. Man lernt ja Autofahren auch mit einem PW und nicht direkt mit einem Lastwagen mit Anhänger.

Darum empfehle ich ein Ja zum Gespräch mit einem Vertragsentwurf. Ob die Fu­sion zustande kommt, wird erst später in einer zweiten Abstimmung entschieden.

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