Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Leserbeiträge

Auf die Türkei kommen entscheidende Tage zu

Der Leser schreibt über den Zusammenhang von der Türkei und Israel. (Symbolbild)

Foto: Keystone

Auf die Türkei kommen entscheidende Tage zu

Leserbrief

Theo Dollenmeier

Wald

Eine Obsession von Erdogan ist die Auferstehung des Osmanischen Reichs. Seit Jahren bereitet sich Erdogan auf dieses Ziel vor, alle Mittel, dieses Ziel zu ­erreichen, sind ihm recht, im Sinne von Lenin, der überzeugt war, dass «die schlimmen Dinge, welche die Bolschewiken im Bürgerkrieg taten, durch die leuchtende Zukunft gerechtfertigt waren». Der Zweck heiligt die Mittel. Um sein Ziel zu er­reichen, braucht Erdogan eine starke Streitmacht. Die türkische Rüstungsindustrie wächst rasant, vor allem Selçuk Bayraktar, Schwiegersohn von Erdogan, und seine weltweit erfolgreiche Bayraktar-Drohne stehen für eine technologiegetriebene Nation. Bereits in Libyen setzte Erdogan 2020 KI-gelenkte Waffensysteme ein. Erdogan ist sich seiner Militärmacht bewusst.

Aussenpolitisch ist Erdogan nicht zu fassen. Überall hat er seine Tentakel, man weiss nicht, auf welcher Seite er steht. Auf dem Weg zum Osmanischen Reich gibt es für ihn noch einige Hindernisse. Aktuell ist das Imamoglu, Bürgermeister von Istanbul, Präsidentschaftskandidat der CHP, zurzeit in Untersuchungshaft. Von den Handlangern Erdogans im türkischen Gericht wird ihm Korruption und Kooperation mit der prokurdischen Demo-Partei vorgeworfen. Ein weiteres Hindernis war Assad in Syrien. Erdogan profitiert am meisten vom Sturz von Assad. Erdogan unterstützt militärisch und finanziell die islamistische Rebellentruppe unter der Führung von Ahmed Al-Shara. Dieser war früher Führer der Islamistenmiliz HTS. Jetzt ist er eine Marionette von Erdogan. Hakan Fidan, türkischer Aussenminister, überbringt Al-Shara die Befehle von Erdogan. Weiter sind die Kurden für Erdogan ein Dorn im Auge. Erdogan betreibt eine Doppelstrategie: In Syrien bekämpft er die Kurden vor allem aus der Luft. Viele Kurden wurden getötet oder aus ihren Häusern vertrieben. Im eigenen Land geht er auf die kurdische Bevölkerung zu, er braucht sie bei einer Wiederwahl.

Für Erdogan ist jedoch Israel der grösste Stachel im Fleisch. Er droht Israel mit einer militärischen Intervention und sucht Verbündete für die Vernichtung Israels. Es geht ihm nicht um die Hamas oder die Palästinenser, sondern um das Volk Israel, das sich als auserwähltes Volk Gottes sieht.


Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns