Strukturen statt kurzfristige Massnahmen
Leserbrief
Das Haushaltsgleichgewicht kann langfristig nur erreicht werden, wenn die Strukturen angepasst werden. Es ist nicht zielführend, wenn von der RPK über die Schulpflege bis hin zum Präsidium sich alle gegenseitig bestätigen, dass sämtliche Vorgaben vom kantonalen Volksschulamt vorgeschrieben seien. Die Gemeinden haben ihre Freiheiten. Sie müssen diese aber auch aktiv beanspruchen.
Im Jahr 2023 betrugen die Vikariatskosten/Krankheitskosten 690’000 Franken. Im Jahr 2019 waren es noch rund 440’000 Franken. Dies entspricht einer Erhöhung von 250’000 Franken innerhalb von vier Jahren. Rechnet man die Schuldzinsen (2023) von 640’000 Franken dazu, wird das Budget respektive die Rechnung mit 1’330’000 Franken belastet. Würde man diese Ausgaben um 25 Prozent reduzieren, dann könnten die Kosten um 332’500 Franken gesenkt werden. Diese Reduktion wäre nicht zulasten der Kinder, und die Bevölkerung müsste nicht über eine massive Steuererhöhung diskutieren.
Offensichtlich wurden in den letzten Jahren die Augen vor den zahlreichen Problemen verschlossen. Versprechungen wurden gemacht, die heute nicht mehr eingehalten werden können. Betrachtet man den Geldfluss, dann zeigt sich, dass sich die Schule immer mehr zu einem Industriebetrieb entwickelt hat!

