Sperrung der Klassenkassen – eine fragwürdige Entscheidung
Leserbrief
An der Schulgemeindeversammlung Hinwil wurde bekannt, dass Klassen, die sich durch Eigeninitiative eine Klassenkasse aufgebaut haben – sei es durch Arbeit, Sponsoring oder andere kreative Wege –, nun nicht mehr über ihr selbst erwirtschaftetes Geld verfügen dürfen. Diese Entscheidung ist nicht nur unverständlich, sondern auch höchst fragwürdig.
Es stellt sich die zentrale Frage: Mit welcher Begründung wird engagierten Schülerinnen und Schülern untersagt, das von ihnen eigenständig erarbeitete Geld zu nutzen? Falls diese Massnahme mit dem Notbudget der Schule zusammenhängt, ist das kaum nachvollziehbar. Die betroffenen Klassen haben ihre Mittel unabhängig vom Schulbudget erwirtschaftet – weshalb also diese Sperre?
Noch absurder wäre eine Rechtfertigung im Sinne der «Solidarität» mit weniger engagierten Klassen. Es kann nicht sein, dass jene, die sich aktiv bemüht haben, nun bestraft werden, während andere, die sich nicht eingesetzt haben, keinen Nachteil erfahren. Eine solche Gleichmachereiist nicht nur unfair, sondern auch eine fatale Botschaft an die Schülerinnen und Schüler: Eigeninitiative lohnt sich nicht, Engagement wird nicht belohnt.

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