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Die Europäer sind wie Schafe ohne Hirte

Die Europäer sind wie Schafe ohne Hirte

Leserbeitrag

Theo Dollenmeier, Wald

Wieder einmal sind die Europäer uneins. Anstatt zu handeln, debattieren und diskutieren sie miteinander und finden keine gemeinsame Lösung. Den Europäern fehlt eine Führungspersönlichkeit mit Charisma und Überzeugungskraft. Bisher waren sie die Nachfolger der USA; sie taten, was diese ­taten. Jetzt wurden sie von den Amerikanern brüskiert, sie sind zutiefst beleidigt und lecken ihre Wunden. Die USA sind nicht mehr bereit, die Hauptlast der Verteidigung der Ukraine zu tragen. Die Europäer haben ihr «Leittier» verloren, sie sind wie Schafe ohne Hirte.

Bisher konnte sich Europa auf die USA verlassen, die bis heute überall auf der Welt, wo es brannte, die Kohlen aus dem Feuer holten. Jetzt überlassen sie die Konfliktlösung in Europa den Europäern.

Wäre die EU geeint, wäre sie sehr stark: Die Europäische Union ist weltweit die zweitstärkste Volkswirtschaft, sie ­repräsentiert 22,8 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung (im Jahr 2023 17 Billionen Euro Bruttosozialprodukt, Russland dagegen nur 2 Billionen Euro).

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