Ein radikales Unding, das zu schweren Ausfällen führt
Leserbrief
Der Bundesrat hat seine Botschaft zur Juso-Initiative verabschiedet. Diese Initiative wurde durch die Jungsozialisten der Sozialdemokratischen Partei (SP) eingereicht. Die gesamte Spitze der SP (Mattea Meyer, Cédric Wermuth, Samira Marti) hat unterschrieben. Diese Initiative zielt darauf, dass die Reichen 50 Prozent ihrer Erbschaft als Steuer an den Staat abliefern müssten. Betroffen wären zum heutigen Zeitpunkt etwa 2500 Personen mit einem Gesamtvermögen von 500 Milliarden Franken.
Jetzt wird bekannt, dass diese Initiative dramatische Konsequenzen für die Schweizer Bevölkerung hätte. Die Initiative der Juso ist eigentlich eine Enteignungsinitiative, da sie zur Enteignung vieler Unternehmer führen würde. Experten schätzen, dass bei Annahme der Initiative mehr als die Hälfte der Reichen die Schweiz verlassen und ins Ausland auswandern würde. Damit würden diese überhaupt keine Steuern mehr zahlen. Da die meisten grossen Vermögen in Unternehmen gebunden sind, würde das zur Zerschlagung sowohl von Grossunternehmen als auch von KMU führen. Tausende Schweizerinnen und Schweizer würden so ihren Job verlieren. Der Bundesrat rechnet mit Steuerausfällen von 3,7 Milliarden Franken.
Diese Enteignungsinitiative bringt also nicht mehr, sondern weniger Steuern. Die so erwarteten Steuerausfälle von 3,7 Milliarden Schweizer Franken würden zu höheren Steuern für die Schweizer Bevölkerung führen. Der Mittelstand würde durch höhere Steuern und höhere Arbeitslosigkeit schwer getroffen. Die Erbschaftssteuer-Initiative der Juso und der SP, die nächstes Jahr zur Abstimmung kommt, ist also ein radikales Unding, das zu schweren Ausfällen und Erschütterungen für die ganze Schweiz führen würde.
«Ein Grossteil der Reichen würde bei der Erbschaftssteuer auswandern», Ausgabe vom 14. Dezember
