Entlastungswirkung bleibt ein Traum
Leserbrief
Der Wetziker alt Gemeinderat Jürg Kägi unterstellt mir, in meinem Leserbrief vom 2. Dezember zur Autobahn-Abstimmung bei meinem Zitat aus dem ZO/AvU vom 12. November zu den Verkehrszahlen eines möglichen Anschlusses Wetzikon West «falsch verstanden oder bewusst falsch zitiert» zu haben. Ich schrieb, «dass zum Beispiel der geplante Anschluss Wetzikon West der Zürcher Oberlandautobahn … ein Verkehrsvolumen von 30 000 Fahrzeugen pro Tag auf den Zubringerstrassen mit sich brächte». Dazu kann ich nur wörtlich zitieren, was in diesem Bericht damals stand: «Der RZO-Präsident verweist dabei auf Studien, die von einem Verkehrsvolumen von 30 000 Fahrzeugen pro Tag ausgehen. ‹Das ist etwa die gleiche Zahl an Autos, Töffs und Lastwagen wie beim Anschluss Wankdorf Bern›, erläutert er. Da der Wetziker Autobahnanschluss etwa bei der Kläranlage Flos zu liegen käme, könnte dies für grössere Probleme sorgen. ‹Es braucht in diesem Fall enorme Ausbauten auf dem lokalen Strassennetz auf sehr engem Raum›, erklärt er. Denn der Bund will Stausituationen auf der Autobahn möglichst vermeiden. Das heisst in der Konsequenz, das Strassennetz rundherum muss diesen Verkehr schlucken. ‹Und da stellt sich natürlich die Frage, ob Wetzikon dies auch will.›»
An diesen klaren Aussagen des Präsidenten der Regionalplanung Zürcher Oberland ändert der Hinweis von Jürg Kägi nichts, es würden sich schon heute 30 000 Fahrzeuge durch Wetzikon quälen. Seine Behauptung, die Hälfte davon würde mit dem Lückenschluss in der A 15 ausgelagert, und es verblieben innerorts der Ziel-, der Quell- und der Binnenverkehr, steht jedenfalls im klaren Widerspruch zu den hier wiedergegebenen Zitaten des RZO-Präsidenten. Die erhoffte Verkehrsverlagerung wird durch den Zubringerverkehr zunichtegemacht. Die Entlastungswirkung bleibt Wunschtraum.
Zum Leserbrief «Die Verkehrszunahme-Treiber», Ausgabe vom 7. Dezember