Goldenes Zeitalter für die Hochfinanz
Leserbeitrag
Dadurch, dass die Präsidentschaftswahl in Amerika friedlich und ohne gravierende Zwischenfälle verlief, haben die Wählerinnen und Wähler den Demokratie-Härtetest mit Bravour bestanden. Allerdings haben sie damit Donald Trump, dem rechtskräftig verurteilten Straftäter und notorischen Lügner, zum zweiten Mal den Einzug ins weisse Haus ermöglicht. Mit seinem zu langen, sturen Festhalten an seiner aussichtslosen Kandidatur hat Joe Biden wesentlich zu Trumps Wahlerfolg beigetragen, besonders deshalb, weil er wegen seines Verhaltens viel zu spät durch Kamala Harris ersetzt werden konnte.
Wegen Trumps diktatorischen Neigungen, ist es aber fraglich, ob in Amerika auch in Zukunft noch völlig freie Wahlen möglich sein werden. Gleich zu Beginn seiner zweiter Amtszeit wird Trump alle Hebel in Bewegung setzen, um die Einstellung der verschiedenen gegen ihn noch laufenden Strafverfahren zu erwirken. Ferner ist davon auszugehen, dass seine Ankündigung, den Krieg in der Ukraine innerhalb von 24 Stunden nach seinem Amtsantritt zu beenden, reines Wahlkampfgetöse bleiben wird. Er wird jedoch vielen in Regierungen und Parteien tätigen, einflussreichen Rechtspopulisten immer mehr als leuchtendes Vorbild dienen.
Bei vielen Trump-Fans wird der Katzenjammer vielleicht recht bald nach der Amtseinführung ihres Idols ausbrechen, wenn sie zur ihrer Enttäuschung feststellen müssen, dass das von ihrem Heilsbringer angekündigte goldene Zeitalter vor allem für die Hochfinanz positive Auswirkungen haben wird.
