Zusammenlegung der Räumlichkeiten des Sozialdiensts wäre eine Erleichterung
Leserbrief
Im Mai 2021, ich war mitten in der Kochlehre EFZ, wurde bei mir ein fünf Zentimeter grosser Hirntumor entdeckt. Zwei Wochen später hatte ich die elfstündige Operation. Seit diesem Zeitpunkt ist nichts mehr, wie es war. In der knapp einjährigen Reha lernte ich wieder zu laufen und zu reden. Gewisse motorische Einschränkungen sind bis heute geblieben.
Da ich im normalen Arbeitsmarkt keine Stelle finden kann, bin ich auf einen Beistand angewiesen. Meine Beiständin regelt das finanzielle, die Korrespondenz mit der Invalidenversicherung und die Wohnsituation für mich. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.
Für mich wäre die Zusammenlegung eine grosse Erleichterung. Der lange Weg vom Bahnhof an die Hörnlistrasse müsste ich mit meinen Einschränkungen nicht mehr bewältigen. Das neue Gebäude ist behindertengerechter. Das wäre mehr Lebensqualität für mich und alle Menschen mit einer Beeinträchtigung. Gleichzeitig kann die Beiständin gewisse Fragen direkt mit den Fachpersonen klären. Somit muss ich nicht mehr so lange auf Antworten warten.
Eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann jeden von uns treffen. Ist man dann auf Hilfe angewiesen, wie in meinem Fall, ist man dankbar, alles unter einem Dach zu haben. Darum gibt es für mich nur ein Ja.