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Ein Nein, das indirekt ein Ja für den ÖV bedeutet

Für das Komitee zeigt das hohe Verkehrsaufkommen auf der Rapperswilerstrasse in Wetzikon exemplarisch die Dringlichkeit des Autobahnausbaus.

Foto: Simon Grässle

Ein Nein, das indirekt ein Ja für den ÖV bedeutet

Leserbrief

Oskar Hartmann

Uster

Frauen können nicht einparken, lautete bis vor Kurzem ein landläufiges Vorurteil. Die Versicherungsstatistiken beweisen, dass Frauen vorsichtiger und rücksichtsvoller Auto ­fahren und deshalb weniger Schäden verursachen. Deshalb scheinen sie auch in der generellen Verkehrspolitik rücksichtsvoller und klüger zu entscheiden und gegen den Nationalstrassenausbau zu stimmen.

Klüger, weil der Strassenverkehr mit Verbrennungsmotoren massiv Kohlendioxid in die Atmosphäre schleudert und ­damit die Klimaerhitzung und die einhergehenden Wetter­katastrophen ankurbelt. Das gilt es zu verringern, und deshalb muss der Nationalstrassenausbau gebremst werden. Diese kluge Einsicht scheinen viele Frauen zu haben.

Ich appelliere an die Schweizer Männer: Vertraut Euren Frauen und stimmt ebenfalls «Nein» zum Nationalstrassenausbau. Der ÖV fährt zwar ­heute auch noch häufig mit Verbrennungsmotoren, aber zunehmend mit Strom aus erneuerbaren Quellen, und ausserdem transportiert er für dieselbe Menge Schadstoffe viel mehr Menschen als der Autoverkehr. Ein Nein zum Strassenausbau bedeutet indirekt auch ein Ja zum ÖV (Bus, Tram, Bahn), auf den die Schweiz mit Recht stolz sein kann. 


Reaktion auf «Wie Abstimmung ‹Ausbau ­Nationalstrassen› die Oberlandautobahn gefährdet», Ausgabe vom 6. November

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