Neue Ausbeutungsform von Kulturland
Leserbrief
Mit immer neuen Ideen wird das Landwirtschaftsland traktiert. Jetzt soll das Kulturland auch noch mit hässlichen Stahlgerüsten gepfählt und mit Solarzellen technisch überprägt werden. Und wozu? Das Bundesamt für Energie, beileibe kein Schutzverband für Landschaftsschutz, hat schon länger nachgewiesen, dass an und auf unseren Gebäuden mehr Strom produziert werden kann, als wir heute verbrauchen. Am Beispiel Wetzikon beträgt das Potenzial allein der günstigsten Flächen rund 170 GWh pro Jahr, während der aktuelle Verbrauch 120 GWh ausmacht.
Auch wenn der Stromverbrauch wegen der allgemeinen Elektrifizierung weiter ansteigt, bliebe genügend Spielraum. Und ausserdem wäre der Strom dann genau da, wo er auch gebraucht würde.
Es gibt also – ausser Profitdenken – keinen Grund, deshalb die Feldflur zu verschandeln. Wir haben schon genug störende und für die Biodiversität schädliche Anlagen im Landwirtschaftsgebiet und in den Wäldern.
Und was auch noch zählen könnte: Wer rechnen kann, der baut sich jetzt Solaranlagen für Strom und/oder Wärme aufs Haus. Das lohnt sich im Portemonnaie und ist erst noch ein Beitrag zur Energiewende.
«Wie die Hochschule Sonnenenergie mit Gemüsebau kombiniert», Ausgabe vom 28. Oktober