Förderklassen als sinnvolles Angebot
Leserbrief
Die integrative Schule ist kein Erfolgsmodell. Der pädagogische Aufwand für Sonderbetreuung und stabilisierende Massnahmen ist enorm, doch die Resultate sind ernüchternd. Lehrkräfte kommen an den Anschlag, die integrierten Schüler fühlen sich überfordert, und in manchen Klassen wird konzentriertes Lernen zur Ausnahme.
Benötigen einzelne Schüler stets höchste Aufmerksamkeit, beeinträchtigt dies den Lernfortschritt einer ganzen Klasse. Schwache Schüler wiederum, die mit dem Schulstoff generell überfordert sind, fallen im Unterricht zwar weniger auf.
Aber sie sind die eigentlichen Verlierer, da ihnen die zentralen Erfolgserlebnisse fehlen und sie sich im Schulbetrieb oft ausgegrenzt fühlen. Die Integration aller Schüler in die Regelklassen führt zu stillen Tragödien, die sich im Rahmen einer gut betreuten Förderklasse nicht abspielen würden.
