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Situation im GZO Spital Wetzikon

Albert Weiss hat noch offene Fragen bezüglich des GZO Spitals Wetzikon. (Archiv)

Foto: Mel Giese Pérez

Situation im GZO Spital Wetzikon

Leserbrief

Albert Weiss

Uster

Vielen Dank an die Redaktion für das äusserst interessante Interview und an Herrn Paul Vonlanthen für die klare Darstellung der allgemeinen Entwicklung im Gesundheitswesen der letzten Jahre, der jetzigen Situation im GZO Spital Wetzikon und der konkreten Vorschläge für das sofortige wei­tere Vorgehen. Drei wichtige Punkte möchte ich noch hinzufügen. Erstens: Wer ist zuständig für die Einreichung der Verantwortlichkeitsklagen gegen die Personen der früheren Geschäftsleitungen, gegen den Verwaltungsrat, die Rechnungsprüfungskommission und die gesetzliche Revisions-/Kon­trollstelle. Zweitens: Wann wird endlich der Name des (seriösen?) Investors bekannt gemacht, der vor zehn Jahren dem GZO Spital Wetzikon (betriebswirtschaftlich gesehen fahrlässig!) 170 Millionen Franken gewährte (zu welchem Zinssatz?) und der die Verantwortlichen des Spitals Wetzikon offenbar jahrelang im Glauben an eine (nicht dokumentierte?) Fortsetzung der Finanzierung nach Ablauf der zehn Jahre liess? Und der sich dann schliesslich kurzfristig zurückzog und das GZO Spital Wetzikon direkt in die Nachlassstundung führte! (Ohne diese 170 Millionen hätte es keinen Neubaubeginn und kein Chaos gegeben!) Drittens: Wieso ist eigentlich das neue Spital Wetzikon nach zehn Jahren Bauzeit immer noch nicht fertiggestellt? Zu wenig klare Vorgaben und/oder mangelnde Überwachung durch das GZO Spital Wetzikon und nicht oder zu spät festgestellte Schwächen beim ausgewählten Generalunternehmen, das sich jetzt auch in Nachlassstundung befindet? Schlussfolgerungen: Wichtig ist sicher jetzt das Sicherstellen des Betriebs und Überlebens des GZO Spitals Wetzikon (in reduzierter und konzentrierter Form), aber die vielen groben Fehler und das Wegsehen von vielen Fachleuten über mehr als zehn Jahre dürfen nicht einfach unter den Teppich gewischt werden. Gewählte und bezahlte Personen und Berater sollten sich ihrer grossen Verantwortung gegenüber den Institu­tionen bewusst werden! Eine naheliegende und dringende ­Option wäre nun, Herrn Vonlanthen sofort als Spitalsanierer zu engagieren.


Reaktion auf den Artikel «Ich staune, dass niemand die Katastrophe des GZO kommen sah», Ausgabe vom 6. Juli

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