Der Abbau von Postfilialen
Leserbrief
Die Post begründet die geplanten Filialschliessungen mit veränderten Kundenbedürfnissen. Das ist natürlich falsch. Die Bedürfnisse sind immer noch die gleichen: gute Erreichbarkeit, freundliches und kompetentes Personal – was übrigens zutrifft – und tragbare Preise. Mit den Preiserhöhungen könnte man noch leben, selbst wenn ein Brief von der Schweiz ins Ausland doppelt so teuer ist als in umgekehrter Richtung.
Aber wenn ich A-Post-Sendungen mit relevantem Inhalt erst um 14 Uhr statt wie früher um 8 Uhr erhalte, ist dies ein markanter Leistungsabbau bei steigenden Preisen. Dazu kommt, dass der Briefkasten für eine Rückantwort ebenfalls um eine halbe Stunde vorverlegt wurde, sodass eine zeitnahe Kommunikation kaum mehr möglich ist.
Die Manager am Hauptsitz Wankdorfallee 4, 3030 Bern, haben es nicht geschafft, das Angebot so zu gestalten, dass es den naheliegenden Kundenbedürfnissen weiterhin entspricht. Besonders penibel ist es, dass die unpopuläre Massnahme aus einer politischen Richtung kommt, welche gerne vom «Service public» spricht.
PS: Übrigens, versuchen Sie bitte nicht, mit der obigen Adresse in Briefkontakt zu treten, Ihr Schreiben wird ignoriert, und mit der offiziellen 0800-Nummer kommen Sie auch nach einer langen Wartezeit nicht weiter.
