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Spital und Planung

Ein Leser stellt die Spitalplanung infrage. (Symbolbild)

Foto: Mel Giese Pérez

Spital und Planung

Leserbrief

Martin Walter Allgaier

Uster

Nach der Stifti arbeitete ich in einem Planungsbüro für einen grösseren Spitalkomplex. Etwas später war ich in einem der damals beteiligten Architekturbüros in der Planung von Spitälern beschäftigt. Dieses renommierte Büro realisierte unter anderem diverse neue Spitalbauten. Es war um 1970, die Bevölkerung in der Schweiz betrug damals etwa sechs Millionen.

Als ich mit meiner Familie viele Jahre später in Rüti ­wohnte, wurde das dortige Spital renoviert, aber wenige Jahre später geschlossen. Doch das Spital Wetzikon baute schon damals aus. Die Regierungs­rätin Verena Diener verkündete mehrere Spitalschliessungen im Kanton Zürich.

Wieder Jahre später plante das Spital Uster im Zuge einer Wachstumsstrategie einen Neubau, der allerdings nicht zustande kam. Auch fanden Diskussionen statt über einen Zusammenschluss mit dem Spital Wetzikon. Das Spital Uster war kürzlich in finanzieller Schief­lage, doch konnte die Kurve noch gekriegt werden. Gemäss einer Pressemitteilung war man im Nachhinein froh, dass der Neubau nicht realisiert wurde.

In Wetzikon war der Spitalneubau inzwischen weit fort­geschritten. Als das Spital nach Geld vom Kanton fragte, sagte die Regierungsrätin Natalie ­Rickli Nein und stellte sogar die Schliessung des Spitals in Aussicht. Natürlich ist sie nicht allein mit dieser Aussage. Es folgten ein Chaos in der Führungsetage und auf der Baustelle Stillstand. Gewiss sind die Verantwortlichen nicht zu beneiden, doch wer steht wofür hin?

Heute leben in der Schweiz etwa neun Millionen Leute, und täglich werden es mehr. Dennoch sollen weitere Spitäler ­geschlossen werden. Die Logik ­dieser Spitalplanung ist mir schleierhaft. Die Planung eines Spitals als Objekt ist das eine, die Spitalplanung das andere.

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