Endlich Ersatz für den Stadthofsaal, Ja zum Investitionskredit Zeughausareal
Leserbrief
Vor fast 40 Jahren fand meine Jungbürgerfeier im Stadthofsaal Uster statt. Bereits damals war ein neues Kultur- und Kongresszentrum im Stadtpark, unter anderem als Ersatz für den Stadthofsaal, im Gespräch. Bekanntlich wurde daraus nichts. Ab 2010 bis 2018 veranstaltete ich unter dem Patronat des Gewerbeverbands den Neujahrsball, natürlich im in die Jahre gekommenen Stadthofsaal. Alljährlich mussten wir für über 10 000 Franken den Saal dekorieren und die Infrastruktur mit Bühnenpodesten, Teppichen, Beleuchtungskörpern, Geschirr und vielem mehr bis hin zum Tellerwärmer ergänzen, damit er «veranstaltungstauglich» wurde.
Nicht nur zusätzliche Kosten, auch Ressourcen hat die überalterte Infrastruktur gefordert. Dieser Zusatzaufwand war nur möglich, weil wir auf grosszügiges lokales Sponsoring zählen durften. Der unermüdliche Einsatz der Mitarbeitenden des Stadthofsaals kann die Mankos in der veralteten Infrastruktur auch nicht gänzlich wettmachen, weshalb vermehrt Veranstalter in die modernen und stilvoll eingerichteten Säle in der Umgebung abwandern.
Seit Jahrzehnten wird mit der Begründung, dass wir bald über einen neuen Saal verfügen werden, kaum mehr etwas investiert. Mit einem neuen, auf die Bedürfnisse zugeschnittenen Kultur- und Begegnungszentrum wird es gelingen, dem vielfältigen Ustermer Kulturschaffen eine Heimat zu bieten und attraktive Veranstaltungen nach Uster zu holen oder in Uster zu halten. Ein Ja zum Investitionskredit führt dazu, dass die Gewerbetreibenden in Uster sicherlich von der lokal generierten Wertschöpfungskette profitieren können. Mit einem Ja schaffen wir die Voraussetzung, dass die drittgrösste Stadt im Kanton ein Kulturzentrum erhält, das sie verdient. Deshalb stimme ich Ja zum Investitionskredit Kultur- und Begegnungszentrum und Ja zur Gründung der Zeughaus Uster AG. Ich würde mich freuen, noch vor meinem Pensionsalter (2032) eine Ustertag-Nachfeier im Saal des neuen Kultur- und Begegnungszentrums erleben zu dürfen.
