Gedanken zum Stromgesetz
Leserbrief
Ein Nein zum Stromgesetz würde uns endlich aus dem teuren Selbstbetrug aufwecken. Im Winter 2022/2023 lieferten die Solaranlagen nur 1,8 Prozent des Stroms, die AKWs 45 Prozent. Das ist noch beschönigend, denn an gewissen Tagen liefern Solarpanels und Windräder eigentlich nichts. Was ist das Resultat 0 mit 4 multipliziert? Der Strombedarf muss für jede Sekunde abgedeckt werden, sonst droht der Blackout. Daher müssen für die Solaranlagen und Windräder als Back-up Gas- oder Ölkraftwerke gebaut werden.
Bei einem Ja ist es wahrscheinlich, dass im Zürcher Oberland riesige Windräder aufgestellt werden – eine massive Verschandelung unserer schönen Natur ohne grossen Nutzen. Der einzige positive Teil des Stromgesetzes ist der Ausbau der Wasserkraft. Wobei der Ausbau etwas mehr als zwei Tropfen auf den heissen Stein bedeutet. Der Ausbau der Wasserkraft kann separat, auch durch eine Initiative, zur Abstimmung gebracht werden.
Wir werden in Zukunft ungefähr doppelt so viel Strom benötigen, Stichwort Wärmepumpen, Elektroauto. Dieser Mehrbedarf kann nicht mit Wunschdenken gedeckt werden. Daher brauchen wir die Verlängerung der Betriebsjahre von bestehenden AKWs, was ohne Sicherheitsabstriche möglich ist. Dann müssen wir uns entscheiden: Neue AKWs oder/und Gaskraftwerke?
