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Vernünftiger, eine Berufslehre zu machen

Unsere Wirtschaft braucht nicht nur «Studierte», sondern auch Handwerker, findet dieser Leser. (Archiv)

Foto: ZO

Vernünftiger, eine Berufslehre zu machen

Leserbrief

Erich Reichle

Fällanden

Nicht nur beim Gymi, sondern auch beim Kurzgymi, bei der Berufsmatura und weiteren Mittelschulen liegen die Andelfinger über dem kantonalen Mittel. Das heisst, dass man in den ländlichen Gemeinden noch eher auf dem Boden der Realität geblieben ist.

Hat man gemerkt, dass wir immer weniger Handwerker und sonstige Berufstätige haben, aber viel zu viele «Stu­dierte»? Oder hat man endlich eingesehen, dass nun mal nicht alle zum Studium geeignet und dass die Fähigkeiten und geistigen Möglichkeiten halt unterschiedlich verteilt sind?

Man tut den Jugendlichen auch überhaupt keinen Gefallen, wenn man sie zum Stu­dium drängt mit der Hoffnung oder Erwartung, «dass sie es einmal besser haben werden». Das könnte ohnehin in einer Enttäuschung enden, weil nämlich so viele «Stu­dierte» gar nicht gebraucht werden. Klar wird schon lange durch die Wirtschaft gepredigt, mit einem Studium habe man später bessere Jobaussichten. Denn je mehr studieren, desto besser können sie sich dann die Besten auswählen. Aber alle anderen gehen leer aus!

Es ist also viel vernünftiger, den Fähigkeiten und Anlagen entsprechend eine Berufslehre zu machen, statt sich mit Mühe und Not durch ein Studium zu quälen und am Ende mit ­irgendeinem Abschluss dazustehen, den niemand brauchen kann.


«Bezirk Andelfingen am erfolgreichsten bei Gymi-Aufnahmeprüfungen», Ausgabe vom 22. Mai.

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