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Besser den Stadthofsaal modernisieren

Am 9. Juni fällt die Entscheidung über das Ustermer Zeughausareal.

Foto: Eleanor Rutman

Besser den Stadthofsaal modernisieren

Leserbrief

Jacqueline Gull-Kunz

Nänikon

Unser stadteigener Stadthofsaal liegt mitten im Ustermer Zen­trum, fünf Minuten vom Bahnhof entfernt, beim schönen Stadtpark, bei der Unteren Farb und dem «teckte Brüggli». In unmittelbarer Nähe, nämlich in maximal fünf Gehminuten, stehen zwei Parkhäuser und verschiedene Parkplätze zur Verfügung. Der Stadthofsaal wurde vor wenigen Jahren mit 2,5 Millionen Franken renoviert (Dach, Innenraum, Akustik).

Und jetzt soll dieser Saal ­abgerissen und mit 40 Millionen Steuergeldern wenige Meter weiter westwärts, genau 370 Meter entfernt, eine neue Halle mit einem undefinier­baren «Regal» auf dem Zeughausareal gebaut werden?

Schwimmt Uster im Geld? ­Uster schiebt zurzeit einen Schuldenberg von 145 Millionen Franken vor sich hin. Zudem: Was würde mit unserem Stadthofsaal passieren? Würde er zu einer Gammelruine werden?

Noch etwas zum Ja der Grünen und der SP von Uster zum Zeughaus-Traum: Mit dem ­sogenannten Regal müsste die wunderbare, schutzwürdige Baumallee an der Berchtoldstrasse abgeholzt werden. Die Grünen können dann nach dem Bau des Tempels wieder von der Klimakrise reden und die fehlenden Bäume beklagen.

Und auch gegen neue Parkplätze können sie wettern. Beim Projekt stimmen sie aber dem Bau von teuren unterirdischen Parkplätzen auf dem Zeughausareal für über vier Millionen Steuerfranken bedenkenlos zu. Nach der Abstimmung wird dann weiter herumgeritten auf dem Slogan «Uster steigt um».

Ja wohin denn? Auf das Auto? In Uster herrscht bei den beiden Parteien eine Inkonsequenz, die nicht mehr zu übertreffen ist.

Unser Stadthofsaal liegt richtig, nämlich mitten im Zentrum. Er soll zukunftsträchtig modernisiert werden, zum Beispiel mit einer angemessenen Vergrösserung des Eingangs­bereichs und des Foyers. Das kostet einen Bruchteil des Zeughaus-Abenteuers. Damit erhalten wir eine hervor­ragende Lösung und schonen die Stadtkasse.

Sparen wir also die 40 Mil­lionen und setzen sie dort ein, wo Uster seit 40 Jahren keine Fortschritte erzielt hat, nämlich beim Ersatz der elf Barrierenübergänge.


«Showdown für das Zeughausareal», Ausgabe vom 22. Mai.

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