Zwängerei ums Präsidium
Leserbrief
Es ist kaum zu glauben, dass wir für das Amt der Gerichtspräsidentin des Bezirksgerichts Pfäffikon nochmals zur Wahl gebeten werden.
Die Ausgangslage ist folgende: Durch den tragischen Tod des Gerichtspräsidenten musste einerseits das Gericht vervollständigt, andererseits das Präsidium neu bestimmt werden. Im Februar wurde für die offene Stelle Margrit Sigrist gewählt. Für das Präsidium hatte keine der drei Kandidatinnen das absolute Mehr erreicht. Yvonne Mauz, die bereits seit Jahren am Gericht in Pfäffikon arbeitet und nun schon einige Monate als Stellvertreterin diese Institution kompetent leitet, erreichte klar am meisten Stimmen.
In weniger als zwei Jahren stehen wieder ordentliche Wahlen an, Yvonne Mauz wird dann pensioniert und nicht mehr antreten. Margrit Sigrist könnte dann für das Präsidium kandidieren. Sie wäre in zwei Jahren gut eingearbeitet, hätte sich an das neue 100-Prozent-Pensum gewöhnt und würde die Prozesse und Abläufe am Bezirksgericht Pfäffikon nun aus Erfahrung kennen.
Aber nein! Dies scheint ihr nicht zu genügen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum sie direkt von aussen und ohne Leitungserfahrung das Gerichtspräsidium übernehmen will. Ich empfinde das als Zwängerei. Darum wähle ich wiederum Yvonne Mauz als Präsidentin.
