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Keine brauchbare Lösung für eine Energiewende

Ein Abstimmungsplakat wirbt für eine Ablehnung des Bundesgesetzes über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien

Foto: Alessandro Della Valle (Keystone)

Keine brauchbare Lösung für eine Energiewende

Leserbrief

Erich Reichle

Fällanden

Endlich schreibt mal jemand Klartext über das Drama mit den Windrädern, die man ja mit der Abstimmung vom 9. Juni legalisieren will, sodass sich niemand mehr dagegen wehren kann. Aber die massenhafte Vernichtung der Vögel und Fledermäuse, die unsi­chere und magere Stromsicherheit (ein Windrad für gerade mal etwa 4000 Haushalte!) und die brutale und für immer bleibende Naturzerstörung sind ja nur ein Teil der Misere.

Dazu kommen die Tausenden Tonnen Stahl, alles aus China. In die riesigen Rotorblätter werden 30 bis 40 Balsaholzbäume (sehr leichtes Holz) aus meist illegalem Holzschlag aus Ecuador eingebaut. Dazu kommen Tausende Liter Öl, die alle paar Jahre ausgewechselt werden müssen. Und die Tausenden Tonnen Armierungseisen und Beton, die ­niemand je wieder entsorgt, sondern für immer im Boden bleiben.

Ich glaube, weder die Politiker, welche diesen Irrsinn mit allen Mitteln durchpeitschen wollen, noch die Linken und Grünen, die ja früher so vehement für die Natur waren, haben eine Ahnung, was sie unserem Land antun. Aber da es ja um viele Millionen geht, kann man sich etwa vorstellen, was ihre Meinung so radikal geändert hat.

Und was ist am Ende, wenn diese Monster nach 20 Jahren wieder entsorgt werden sollten? Angeblich kann man ja die Rotorblätter wegen der vielen Fremdmaterialien nicht mal normal recyceln, sondern die werden einfach irgendwo verschrottet, meist irgendwo in ­einem Drittweltland.

Windräder wie auch Sonnenkollektoren sind keine brauchbare Lösung für eine Energiewende. Deshalb stimme ich Nein am 9. Juni zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, denn dies ist alles andere als sicher, sicher ist einzig die bleibende Zerstörung der Natur.


Zum Leserbrief «Windkraft und Vogelschutz», 17. Mai.

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