Das Stimmvolk wollte bereits Yvonne Mauz als Gerichtspräsidentin
Leserbrief
Am 9. Juni kommt es bekanntlich zum zweiten Wahlgang für das Amt des Präsidiums am Bezirksgericht Pfäffikon. Wie Ueli Annen in seinem Leserbrief vom 15. Mai bereits aufgezeigt hat, ist dieser Wahlgang absurd.
Yvonne Mauz erhielt als langjährige Vizepräsidentin und seit dem unerwarteten Tod des Gerichtspräsidenten im Oktober 2023 als Präsidentin ad interim nicht überraschend die weitaus meisten Stimmen der drei Kandidatinnen. Margrit Sigrist erzielte hingegen die wenigsten.
Bei dieser Ausgangslage hätte man eigentlich erwarten dürfen, dass Margrit Sigrist ihre Kandidatur zurückziehen würde und Yvonne Mauz ihre Tätigkeit als Präsidentin hätte weiterführen können. Dies wäre klar der vernünf- tigste Weg gewesen und hätte überdies keine weiteren Kosten auf allen Seiten verursacht.
Trotzdem möchte Margrit Sigrist schon jetzt das Präsidium übernehmen. Sie nimmt ihre Tätigkeit als Richterin mit einem Vollzeitpensum erst am 1. August auf. Ich kann beim besten Willen nicht begreifen, weshalb sie nicht bis zu den regulären Wahlen warten möchte, um dann für das Präsidium zu kandidieren. In der Zwischenzeit könnte sie, was wohl allen als vernünftig erscheinen dürfte, entsprechend eingearbeitet werden und sich mit dem Bezirksgericht Pfäffikon vertraut machen.
Die sinnvollste Wahl zur Präsidentin ist zweifellos Yvonne Mauz, welche die Kontinuität am Gericht gewährleisten und einen geordneten personellen Wechsel im Hinblick auf die regulären Wahlen garantieren kann. Und nicht zuletzt hat sie es mehr als verdient, als Vizepräsidentin seit fast 20 Jahren nun Präsidentin zu werden.
Zum Leserbrief «Absurdes Wahltheater», 15. Mai
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