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Unnötiger Zickenkrieg beim Spital Wetzikon mit dem Generalunternehmer Steiner statt Lösungen

Liegen im Zwist: Das GZO AG Spital Wetzikon und die Steiner AG aus Zürich.

Foto: Mel Giese Pérez

Unnötiger Zickenkrieg beim Spital Wetzikon mit dem Generalunternehmer Steiner statt Lösungen

Leserbrief

Max Huber

Wetzikon

Die Führung beim Spital Wetzikon hat nichts gelernt aus dem Desaster, das sie für Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fahrlässig angerichtet hat. Anstatt so schnell wie möglich eine pragmatische Lösung zu suchen, wie man aus dieser schwierigen Situation herauskommen könnte, zettelt sie einen öffentlichen Zickenkrieg mit dem ­Generalunternehmer Steiner an, den niemanden interessiert und der niemandem etwas bringt. Ziel sollte es sein, das Spital Wetzikon zu retten. Da sind gegenseitige Anfeindungen, wer wem zu welcher Zeit wie viel Geld bezahlt oder nicht bezahlt hat, wenig zielführend.

Der Fisch stinkt am Kopf, also muss dort gehandelt ­werden. Dass der Parteifilz der FDP an dem Parteikollegen so standhaft festhält, kann ich noch einiger-massen nachvollziehen, auch wenn das schwer verdaubar ist. (Ich war übrigens vor Jahrzehnten selber mal Mitglied der FDP). Dass aber die involvierten Gemeinden dem Verwaltungsratspräsidenten das Vertrauen aussprechen, kann ich nicht verstehen.

Mir tun die 1000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Spitals Wetzikon leid, die Tag für Tag einen hervorragenden Job ausüben und nun unverschuldet in eine so brenzlige Lage versetzt wurden, die noch vor ein paar Wochen undenkbar war. Diese leidgeprüften Personen haben es verdient, dass nun so rasch wie möglich endlich echte Profis das Zepter in der Führung des Spitals Wetzikon interimistisch übernehmen können, damit das Schlimmste noch abgewendet werden kann. Solche erfahrene interimistische Führungskräfte sind in der Schweiz genügend vorhanden, man muss sie nur wollen.

Das Spital Wetzikon braucht am wenigsten einen öffent­lichen Zickenkrieg. Patienten und vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen so schnell wie möglich die Medizin, die sie benötigen, nämlich eine Übergangsführung, die das Steuer um fünf vor zwölf noch herumreissen kann. Mit der aktuellen Führung wird die Rettung nicht ­gelingen, sie kann das nicht, das hat sie schon mehrmals ­bewiesen. Hoffentlich kommt die Einsicht schnell genug, viel Zeit bleibt wohl nicht mehr.


«Baufirma Steiner weist Vorwürfe des Spitals Wetzikon zurück», Ausgabe vom 16. Mai

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