Präsidiumskandidatin für Pfäffiker Bezirksgericht nimmt Stellung
Leserbrief
Ueli Annen betitelt die Wahl vom 9. Juni ums Präsidium des Bezirksgerichts als «absurdes Wahltheater», «demokratiepolitischen Unsinn» und sieht gar mangelnden Respekt in meiner Kandidatur. Dem möchte ich entgegenhalten:
Meine Kandidatur als Präsidentin des Bezirksgerichts Pfäffikon zielt auf längerfristige Stabilität ab. Die zum Vornherein begrenzte Amtszeit von Yvonne Mauz aufgrund ihres Alters (66) auf höchstens zwei Jahre vermag nur kurzfristig Kontinuität zu gewährleisten. Wenn die bereits beschlossene Gesetzesänderung bezüglich Altersbeschränkung für Richterinnen und Richter im Kanton Zürich im nächsten Jahr in Kraft treten sollte, würde Yvonne Mauz gemäss dieser Regelung gar per Ende Oktober 2025 aus dem Amt scheiden müssen. Die so oder so kurze Amtsdauer könnte auch nicht für den Aufbau der Nachfolge genützt werden, weil für einen Wechsel im Präsidium des Gerichts immer eine Volkswahl nötig ist, deren Ausgang ungewiss ist.
Von einem mangelnden Respektieren des Resultats des ersten Wahlgangs kann keine Rede sein. Der hohe Zuspruch für eine der beiden jüngeren Kandidatinnen (mit 8699 Wählenden die Mehrheit) zeigt eine breite Unterstützung für einen zukunftsgerichteten Wandel in der Gerichtsleitung.

